Frau liest die Mails ihres Mannes – und wird verurteilt

Louisa Rieck

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Für ihre Spitzeltätigkeit wurde die Frau nun verurteilt (Symbolfoto) Foto: sementsova321 / Fotolia

Sie muss eine Geldstrafe in Höhe von 1500 Franken zahlen.

Neugier ist nicht immer gut. Dass man dafür aber verurteilt werden kann, ist wohl vielen nicht bewusst.

Einer Frau aus der Schweiz ist genau das jetzt passiert. Sie hatte unbefugt die E-Mails ihres Mannes gelesen und dabei entdeckt, dass ihr Mann mehrere Affären mit anderen Frauen hatte. Das Bezirksgericht Bremgarten AG verdonnerte sie unter anderem zu einer Geldstrafe.

Das war passiert: Die Ehepartner wussten beide die Passwörter des jeweils anderen. Der Frau fiel irgendwann ein neues E-Mail-Konto ihres Mannes auf. Sie wurde skeptisch, und überlegte, sich darunter einzuloggen.

Obwohl sie sich vorab noch im Internet informierte, ob sie sich damit strafbar machen würde, wurde sie jetzt trotzdem verurteilt. Ihr Mann fand es heraus und zeigte sie bei der Polizei an. Vor Gericht wusste die Angeklagte die Antwort aus dem Netz nicht mehr. Wegen ihrer Tat musste sie sich nun wegen mehrfachem unbefugtem Eindringen in ein Datenverarbeitungssystem verantworten.

Damit hatte die Frau doppelt Pech, denn es blieb nicht nur bei der Anzeige. Es stellte sich heraus, dass ihr Mann wirklich mehrere Affären hatte.

Zunächst verlangte die Staatsanwaltschaft eine Geldstrafe in Höhe von 9900 Franken, eine Geldbuße plus Gebühr und Polizeikosten von 4300 Franken. Das endgültige Urteil war am Ende eine Geldstrafe von 1500 Franken und eine Geldbuße auf 300 Franken. Der Richter begründete seine Strafe damit, dass die Frau Skrupel empfunden habe, sonst hätte sie sich nicht vorher im Netz über die Rechtslage informiert.

Die Frau soll sich mehrmals ins Mail-Konto ihres Mannes eingeloggt und Daten wie Anhänge und Fotos heruntergeladen haben.

Quelle: watson

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