Er lebte vor etwa 59 Millionen Jahren!

Kurz nach dem Aussterben der Dinosaurier lebte ein Riesenpinguin auf unserer Erde. Das belegen jetzt fossile Überreste. Der „Kumimanu biceae“, was soviel wie „Monstervogel“ bedeutet, war etwa 1,70 Meter groß und brachte 100 Kilogramm auf die Waage. Er hatte die Statur eines Profi-Boxers!

Deutsche und neuseeländische Forscher haben den Pinguin jetzt im Fachjournal „Nature Communications“ als neue Art beschrieben. Bisher sei lediglich ein Vogel aus der Antarktis bekannt, der noch größer war, so die Wissenschaftler.

Mithilfe des Fossilienfunds konnten sie nachweisen, dass die Flügel und Beinknochen sowie das Brustbein des Pinguins übergroß waren. „Wir haben schnell gemerkt, dass es sich um eine bisher unbekannte Art handelt“, sagt Gerald Mayr vom Frankfurter Senckenberg-Institut für Naturforschung.

Knochenfragmente vom Monster-Pinguin (l.), vom ebenfalls ausgestorbenen Neuseeländischen Riesenpinguin (M.) und vom Kaiserpinguin (r.) Foto: Senckenberg Institut / dpa picture alliance

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die enorme Größe der Urzeit-Pinguine auf ihre Flugunfähigkeit zurückgeführt werden kann. Warum heutige Pinguine deutlich kleiner sind – der Kaiserpinguin ist mit 1,30 Metern der größte –, ist unklar.

Möglicherweise habe das Verschwinden großer Meeresreptilien zunächst neue ökologische Nischen für die Riesenpinguine geschaffen, so Mayr. Später führte dann womöglich das Auftreten von Konkurrenten und Fressfeinden wie Robben oder Zahnwalen zum Verschwinden der Pinguin-Giganten.

[Text: mit dpa]

Quelle: Noizz.de