Damit sollst du schneller erkennen können, wenn jemand dein Profil nachbaut.

Facebook muss sich oft negative Kritik gefallen lassen – in vielen Fällen ist das auch gerechtfertigt. Nun führt der Social Media-Riese eine umstrittene Gesichtserkennung ein und die Diskussion darüber kommt wieder prompt. Doch ich finde, mit dieser neuen Funktion hat Facebook vieles richtig gemacht. Denn: Sie gibt mir Kontrolle über meine Privatsphäre.

Facebook-User in Europa sollen künftig entscheiden können, ob sie die Gesichtserkennung aktivieren wollen oder nicht. Die Funktion war bislang in den Ländern der EU nicht verfügbar. Wer sich für die Aktivierung entscheidet, wird von Facebook gewarnt, wenn ein anderer User ein Foto des Betroffenen als sein Profilfoto hochlädt. Damit soll laut Facebook verhindert werden, dass Menschen sich als andere ausgeben.

Die Anwender werden auch von Facebook benachrichtigt, wenn sie auf einem Foto auftauchen, auch wenn sie nicht markiert sind. „Sie können wählen, ob sie sich selbst taggen, sich selbst unmarkiert lassen oder sich an die Person wenden, die das Foto gepostet hat, wenn sie Bedenken haben“, verspricht Facebook.

Dass Profile einfach so kopiert werden, kommt regelmäßig vor – auch ich habe in meinem Bekanntenkreis gleich zwei Facebook-Nutzer, denen das bereits passiert ist.

Zwar sagen Kritiker, ein Mensch könne mit der Gesichtserkennungsfunktion mehrere Jahre mit einer ziemlich hohen Trefferquote erkannt werden. Jedoch will ich wissen, wenn Menschen ohne mein Einverständnis Fotos von mir hochladen. Das ist nur fair und gibt mir in Zeiten des immernoch ziemlich rechtsfreien World Wide Webs ein Stück Kontrolle über meine Persönlichkeit zurück. Außerdem ist die Aktivierung – zumindest laut Facebook – freiwillig und muss aktiv eingeschaltet werden. Wer die Gesichtserkennung also nicht nutzen möchte, muss einfach nichts tun.

Quelle: Noizz.de