"Europe's Most Wanted": Mit dieser Kampagne hat Europol die Such nach den 19 gefährlichsten Sexualstraftätern Europas gestartet. Die Behörde erhofft sich, durch die Online-Kampagne Hilfe von EU-Bürger*innen in Form von Tipps zu bekommen. Die Verbrecher kommen aus 19 Ländern, darunter auch Deutschland.

Europol hat die Suche nach 19 der gefährlichsten Sexualstraftäter Europas gestartet. Über die Kampagne "Europe's Most Wanted" (Europas Meistgesuchte) sollen die flüchtigen Verbrecher gefasst werden, wie Europol am Dienstag in Den Haag mitteilte. Die Gesuchten seien entweder bereits verurteilt oder dringend tatverdächtig.

Sexualverbrechen gehörten zu den schlimmsten Straftaten, erklärt Europol. "Fast alle zwei Minuten wird in der EU ein Sexualverbrechen begangen." Sexualgewalt könne jeden treffen, aber Frauen und Kinder seien vor allem die Opfer.

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Die Suche nach den gefährlichsten Sexualstraftätern Europas beginnt

Mit der Online-Kampagne bittet die europäische Polizeibehörde die Bürger*innen um Mithilfe. Auf der Website von "Europe's Most Wanted" sowie in den sozialen Medien sind vier Wochen lang die Steckbriefe der gefährlichsten Sexualstraftäter aus 19 Ländern zu sehen. Ihre Vergehen erstrecken sich von Vergewaltigung und Kindesmissbrauch zu Kidnapping und Menschenhandel.

Europol startet die Suche nach den 19 gefährlichsten Sexualstraftätern Europas

Unter den gesuchten Tätern ist auch ein Deutscher. Soheil Omid Kholossian wird beschuldigt, ein 16-jähriges Mädchen mehrmals vergewaltigt zu haben. Den Angaben zufolge soll er in den Iran geflüchtet sein, wo er als Touristenführer arbeite.

Hinweise zu den Gesuchten können anonym online abgegeben werden. Die jeweils zuständigen nationalen Ermittler würden dann direkt informiert.

Die erste "Most Wanted"-Kampagne von Europol war 2016 gelaufen. Gezielt wird dabei online und europaweit nach einer begrenzten Zahl von Flüchtigen gesucht. Seither wurden nach Europol-Informationen 91 Straftäter festgenommen. In 33 Fällen kam der entscheidende Tipp aus der Bevölkerung.

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[Text: Zusammen mit dpa]

  • Quelle:
  • NOIZZ-Redaktion