Florida wurde zum Notstandsgebiet erklärt.

Irma hat Florida verlassen und wütet jetzt in den Staaten Georgia und South Carolina als Tropensturm der Stufe 1 weiter.

Wie hoch der angerichtete Schaden ist, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht präzise sagen. Sicher ist aber: Er ist gewaltig, bis zu 100 Milliarden US-Dollar Schaden werden befürchtet.

Weggewehte Dächer, umgeknickte Strommasten und Trümmer. Die Aufräumarbeiten werden vermutlich Monate andauern.

In den meisten Städten liegen Trümmer und Dreck aufgetürmt auf den Straßen Foto: dpa picture alliance

Dabei hätte es sogar noch schlimmer kommen können. Kurz vor Florida hatte sich der Hurrikan abgeschwächt. War er über der Karibik noch auf der Gefahrenstufe 5 unterwegs, schwankte er über Florida zwischen Stufe 3 und 4. Außerdem zog das Sturmzentrum nicht über die Metropole Miami und die Schutzunterkünfte hielten stand.

Am heftigsten traf es hingegen die Florida Keys im Süden und die Stadt Jacksonville im Nordosten. Durch Jacksonville fließt ein Fluss, die Überschwemmungen sind hier am schlimmsten. Die Florida Keys hingegen wurden fast vollständig zerstört und müsste komplett neu aufgebaut werden. Anwohner der Südspitze Floridas wurde von einer Rückkehr abgeraten. Es gibt kein Strom, kein fließendes Wasser, keine funktionierenden Toiletten und kein Essen.

Wie viele Häuser verloren sind, wird sich erst noch herausstellen müssen Foto: dpa picture alliance

Das größte Problem dürfte aber die Koordination der Aufräumarbeiten sein. Sieben Millionen Haushalte und Firmen haben Florida keinen Strom mehr, die Straßen sind überschwemmt oder durch Trümmer versperrt. Dabei haben diejenigen, die Aufräumen müssen und können noch Glück. Viele Häuser werden nur noch gut für die Abrissbirne sein.

Wie viele Tote der Sturm gefordert hat, ist noch nicht geklärt. Allein auf Kuba starben laut aktuellen Angaben 10 Menschen. Florida und den Rest der Karibik mitgerechnet sind zurzeit 42 Opfer bekannt.

Auch viele Schiffe mussten dran glauben Foto: dpa picture alliance

US Präsident Donald Trump präsentiert sich derweil als anpackender Helfer. Die Hurrikans Harvey und Irma haben für die größten Verwüstungen seit Hurrikan Katrina in New Orleans gesorgt. Im Moment steht er im Rampenlicht, da kommt Hilfsbereitschaft gut an. Wenn die Aufmerksamkeit sich anderen Themen zuwendet, dann wird es für diejenigen, die alles verloren haben erst richtig hart. Ob Trump dann nämlich noch so enthusiastisch ist, wie er sich jetzt gibt, bleibt abzuwarten.

Quelle: Noizz.de