Auch in London gab es zeitgleich einen Messer-Zwischenfall.

Gleich zwei beunruhigende Vorfälle gab es am Freitagabend – in zwei europäischen Städten, denen der Terror traurigerweise bekannt ist. Und auch jetzt gehen die Ermittler wieder davon aus, dass es sich zumindest in einem Fall um einen terroristischen Akt handelt.

Im Zentrum der belgischen Hauptstadt Brüssel griff ein Mann drei Soldaten von hinten mit einem Messer an. Er hatte außerdem die Attrappe einer Feuerwaffe dabei – und zwei Ausgaben des Koran. Es handelte sich um einen Belgier mit somalischen Wurzeln, geboren 1987. Während des Angriff rief er „Allahu akbar“ – „Gott ist groß“. Einer der Soldaten schoss auf den Angreifer, traf zwei Mal. Er starb im Krankenhaus an seinen Verletzungen. Seine Leiche wird noch obduziert.

Die Staatsanwaltschaft sagt, der Angriff des jungen Mannes sei ein versuchter terroristischer Mord gewesen. Noch in der Nacht durchsuchten Beamte die Wohnung des mutmaßlichen Attentäters in Brügge.

Beunruhigende Parallele: In der britischen Hauptstadt London nahmen Polizisten ebenfalls einen Mann mit Messer fest. Er war Beamten aufgefallen, weil er sein Auto unerlaubterweise vor dem Buckingham Palace, dem Wohnsitz der Queen, anhielt. Der 26-jährige Mann hatte eine lange Klinge dabei.

Während der Festnahme griff er die Scotland Yard-Beamten damit an. Sie erlitten Schnittverletzungen und mussten ins Krankenhaus. Im Unterschied zur Tat in Brüssel hatte der Angreifer sie allerdings nicht gezielt attackiert. Trotzdem ermittelt nun eine Anti-Terror-Einheit.

  • Quelle:
  • dpa