#EpicDuckChallenge: Hier werden Gummi-Enten per Drohne gezählt

Florian Gehm

Politik, Rap und Games
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Gummi-Enten am Strand – im Dienste der Wissenschaft Foto: University of Adelaide / youtube.com

An diesem Strand in Australien leben tausende Gummi-Enten!

Klar, Schäfchen zählen ist ein Kinderspiel! Doch wie sieht's mit großen Herden und Schwärmen aus, wenn man mal eine ganz genaue Bestandsaufnahme der Natur braucht? Schwierig, Ente Berthold von Enten-Kollegen Matthias auseinander zu halten!

Um neue Wege beim Tiere-Zählen zu gehen, haben australische Wissenschaftler eine Herde von Gummi-Enten ausgesetzt. Das Ziel: Prüfen, ob sich die Tiere mit Drohnen oder auf herkömmliche Art genauer zählen lassen.

Das Team der Universität Adelaide setzte dafür mehrere Tausend Gummi-Enten an den Strand der südaustralischen Stadt. "Wir haben herausgefunden, dass es akkurater ist, wenn Leute die Vögel von den Drohnenbildern zählen, als wenn sie das in der Natur tun", sagt der Leiter der Studie, Jarrod Hodgson vom Umwelt- und Biologie-Institut der Universität.

Die Fake-Vögel wurden einmal klassisch, mit Fernglas und vom Boden, und einmal anhand von Aufnahmen einer Drohne aus der Luft gezählt. Der Versuch wurde kurzerhand #EpicDuckChallenge getauft, in etwa #SuperEntenHerausforderung, um die Werbetrommel für die Ergebnisse in einer Fachzeitschrift zu rühren. Das Ergebnis: Die Zählung der Drohnen-Methode ist genauer!

In der Wissenschaft werden schon seit mehreren Jahren Drohnen-Aufnahmen benutzt, um den Bestand von Wildtieren zu ermitteln - etwa auch für die Zählung von Robben und Elefanten.

Hodgson sagte, eine genaue Zählung sei auch deshalb wichtig, weil damit ermittelt werden könne, wie sehr eine Tierart vom Aussterben gefährdet sei. An der Studie waren auch das australische Umweltministerium sowie Universitäten der australischen Städte Melbourne und Hobart beteiligt.

[Text: Zusammen mit dpa]

Quelle: Noizz.de

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