Ein Marathonläufer bricht zusammen und keiner hilft!

David Schafbuch

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Einfach draufhalten: Callum Hawkins erhält von den Zuschauern des Marathons keine Hilfe Foto: AAP Tracey Nearmy / dpa

Die Zuschauer schießen lieber Fotos.

Eigentlich lief es wortwörtlich gut für Callum Hawkins: Der Schotte lag mit rund zwei Minuten in Führung bei dem Marathon der Commonwealth Games in der australischen Stadt Gold Coast.

Doch irgendwann machten die etwa 30 Grad Außentemperatur dem 25-Jährigen zu schaffen: Rund zwei Kilometer vor dem Ziel bricht Hawkins zusammen. Er rafft sich noch einmal auf, kann sich aber nicht auf den Beinen halten und fällt mit dem Kopf gegen eine Leitplanke. Hilfe kriegt er zunächst nicht.

Stattdessen ist auf einem Video zu sehen, wie zahlreiche Zuschauer direkt neben ihm tatenlos zusehen. Einige eilen herbei, zücken aber lediglich ihre Smartphones.

Allerdings lässt auch die professionelle medizinische Hilfe etwas auf sich warten. Was auch Kritik nach sich zog: Die britische Marathonlegende Paula Radcliffe twitterte, dass sich die Verantwortlichen „große Fragen“ stellen sollten, was die medizinische Versorgung der Athleten angeht.

Callum Hawkins wurde dann übrigens doch in ein Krankenhaus gebracht, das er inzwischen schon wieder verlassen konnte. Es lässt sich vermutlich darüber streiten, wie gut oder schlecht die medizinische Versorgung während des Rennens war. Dass es würdelos ist, einem komplett erschöpften Sportler zum diesem Zeitpunkt sein Smartphone ins Gesicht zu drücken, dürfte dagegen unstrittig sein.

Quelle: Noizz.de

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