Inzwischen ist er wieder bei Bewusstsein.

Ein nordkoreanischer Soldat hat es geschafft: Er ist aus seinem Heimatland nach Südkorea geflohen. Dabei musste er die schwer bewachte demilitarisierte Zone durchqueren. Er sprang aus einem Jeep und rannte los, wie auf einem Überwachungsvideo des UN-Kommandos (UNC) in Südkorea zu sehen ist.

Dabei wurde der Mann von seinen früheren Kameraden mindestens vier Mal angeschossen. Einer von ihnen verfolgte den Überläufer gar bis über die Grenze.

Drei südkoreanische Soldaten schafften es schließlich, den Schwerverletzten auf die südliche Seite der Grenze zu ziehen, wo er in Sicherheit war.

Der UNC-Sprecher Chad Carroll sagte, eine „gründliche Untersuchung habe ergeben, dass die Schüsse über die Demarkationslinie und der Grenzübertritt des nordkoreanischen Verfolgers eine Verletzung des Waffenstillstandsabkommens zwischen Südkorea und Nordkorea von 1953 darstellten.“ Mögliche Maßnahmen würden nun besprochen.

Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, dass der Mann in einem Krankenhaus südlich der Hauptstadt Seoul behandelt wurde. Inzwischen sei er nach zwei Operationen wieder bei Bewusstsein.

Sobald es sein Zustand zulässt, solle er befragt werden, erklärte ein südkoreanischer Regierungsvertreter.

Quelle: Noizz.de