In einer Sprachnachricht, die auf WhatsApp kursiert, von der nicht bekannt ist, wer sie aufgenommen hat, berichtet ein junger Mann von angeblichem Insider-Wissen über das Coronavirus. Jetzt warnt der Verbraucherschutz vor der Sprachnachricht.

Der junge Mann soll angeblich durch erste Hand, also einen Bekannten seinerseits, der ein Arzt ist, von einem internationalen Krisentreffen von Ärzten in der Berliner Charité wissen. Bei dem Treffen sollen sich angeblich internationale Ärzte geeinigt haben, die Bevölkerung zu warnen, da die Politik zu wenig unternehme.

Sprachnachricht wird zum Kettenbrief mit falschen Informationen

Der junge Mann beginnt die Sprachnachricht so: "Ja hallo, ich mach jetzt die Nachricht ein bisschen allgemein, damit ich die weiter verschicken kann." Er warnt davor, Menschen zu umarmen, und empfiehlt, drei Minuten, statt 30 Sekunden die Hände zu waschen. Er soll erfahren haben, dass angeblich die Chance, das Virus mit unter 55 Jahren zu überleben gut sei. Bei den über 55 Jahren alten Menschen soll die Sterberate bei 80 Prozent liegen. Außerdem spricht er davon, dass Berlin ab "nächster Woche" abgeriegelt wird (es ist unbekannt, wann die Sprachnachricht aufgenommen wurde) und die Bundeswehr eingesetzt werden soll, sowie Lebensmittel nach Hause geliefert werden. Er empfiehlt am Ende der Nachricht, für einen ganzen Monat Lebensmitteln zu kaufen.

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Nun hat sich auch der deutsche Verbraucherschutz zu der Sprachnachricht geäußert. Er warnt die Bevölkerung vor Halbwahrheiten und Panikmache und schreibt im offiziellen Statement zur Sprachnachricht: "Wir empfehlen, nicht in Panik zu verfallen. Leiten Sie den Kettenbrief auch nicht weiter. Der Inhalt ist wenig zielführend und verbreitet eher Angst und Schrecken. Vor allem labile Menschen und Kinder könnten von derartigen Spam-Mitteilungen irritiert sein. Zusätzlich würden Sie Familie und Freunde nur verunsichern. An anonymen Insider-Informationen ist ohnehin meist nichts dran, maximal eine Halbwahrheit. Viel wichtiger ist, dass Sie sich auf den offiziellen Seiten informieren, wie Sie sich gegen das Virus SARS-CoV-2 schützen können."

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  • Quelle:
  • Noizz.de