Die Suche nach Hitlers Nachkommen hört einfach nicht auf

Alena Struzh

Pop, Food und Feminismus
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Philippe Loret, Hitlers vermeintlicher Enkel, in der Dokumentation des TV-Senders NTV. Foto: Screenshot Video NTV

Eine weitere Untersuchung wird immer dubioser.

Um Adolf Hitlers Potenz drehen sich einige Verschwörungstheorien. So ist nahezu bestätigt, dass der Führer an einer Fehlbildung namens Kryptochismus litt und deswegen nur einen Hoden hatte. Die Zeugungsfähigkeit des Führers war deswegen aufs Minimum beschränkt, vielleicht sogar gar nicht vorhanden.

Affäre während des ersten Weltkriegs?

Doch nun behauptet ein russischer TV-Sender, den Enkel des Führers gefunden zu haben. Der Fernsehkanal NTV hat den Franzosen Philippe Loret besucht und ihm live eine DNA-Stäbchenprobe entnommen. Der 62-jährige Klempner ist davon überzeugt, Nachkomme des Führers zu sein. Die DNA-Probe will die Redaktion mit Schädelresten und einer Zahnreihe vergleichen, die angeblich Hitlers Überreste sein sollen und in Moskau aufbewahrt werden.

Wann und unter welchen Umständen soll Hitler ein Kind gezeugt haben?

Lorets Theorie, wie die Verwandschaft zustandegekommen ist: Seine Großmutter Charlotte Lobjoie hat für den jungen Hitler, damals Soldat fürs Kaiserreich in Frankreich, während des ersten Weltkriegs für ein Porträt Modell gestanden. Das Bild gibt es wirklich, es ist mit dem Jahr 1916 datiert. Aus der Begegnung soll dann eine kurze Affäre entstanden sein und im März 1918 kam Philippes Vater Jean-Marie zur Welt.

Jean-Maries Mutter soll während einer schweren Krankheit im Jahr 1948 ihrem Sohn von seinem angeblichen Vater erzählt haben. Der Bahnfahrer verteidigte diese Theorie bis zu seinem Tod 1985. Sein Sohn führt diese Überzeugung nun weiter. In der Reportage des TV-Senders zeigt der 63-Jährige Hitler-Porträts, die in seiner Wohnung hängen, und weitere Gegenstände, die mal dem Führer gehört haben sollen.

Die Verwandtschaft bleibt jedoch unwahrscheinlich

Doch es gibt viele Zweifel an Lorets mutmaßlichem Vorfahren: Eine unabhängige Quelle abgesehen von Philippe Lorets Aussagen gibt es nicht. Hinzu kommt Hitlers ziemlich sicher bewiesene Zeugungsunfähigkeit. Lorets Großtante Alice Labjoie bestritt die Theorie vehement bis zu ihrem Tod. Auch die historischen Daten gehen nicht ganz auf – Hitler war in einer Siedlung stationiert, die 60 Kilometer vom Wohnort Charlotte Lobjoies lag und konnte sicherlich nicht ständig seine angebliche Geliebte besuchen.

Loret bleibt stur

Der 62-Jährige gibt seine Vermutung aber nicht auf: Loret versucht die Geschichte immer wieder den Medien anzudrehen – doch noch keine Recherche konnte seine Theorie bestätigen.

Quelle: Noizz.de

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