Von bekifften Mäusen und Omas mit Splittergranaten.

Dass Polizisten während ihrer Laufbahn oft mit den schrägen Seiten des Lebens konfrontiert werden, ist wohl kein Geheimnis. Hier nur einige Beispiele aus dem NOIZZ-Archiv:

>> Unbekannter drückt Kleinkind zwei Schlangen in die Hand

>> 17-Jähriger bricht in Imbiss ein – und macht sich erst mal ein paar Döner

>> Drogen-Drohne brachte Cannabis und Heroin in den Knast – 55 Mal!

>> Rentner-Paar hatte 9 Kilo Koks im Koffer – auf einem Kreuzfahrtschiff

… das war’s aber noch lange nicht mit außergewöhnlichen Einsätzen für die Polizei in diesem Jahr. Hier sind X weitere Fälle, die uns zum Schmunzeln bringen.

Vollgas für den Süßigkeiten-Rausch

Als Dorfkind hat man es nicht leicht. Alles ist weit entfernt, Busse kommen – wenn überhaupt – selten und mal eben am Laden um die Ecke etwas Süßes kaufen, ist auch nicht drin. „Dann eben mit dem Auto“, dachte sich im September ein Elfjähriger (!) aus Niedersachsen, als ihn der Heißhunger auf Zuckriges packte.

Er machte sich mit dem Wagen der Mutter auf in Richtung eines entfernten Supermarkts. Nach zehn Kilometern unfallfreier Fahrt stoppte ihn eine Streife. Der Elfjährige parkte routiniert auf dem Seitenstreifen. Seine Fahrkenntnisse habe er beim Treckerfahren erworben, bekamen die Beamten zu hören.

Wenn Mäuse zu (angeblichen) Kiffern werden ...

Argentinische Polizisten sind in diesem Jahr in arge Erklärungsnot geraten, nachdem beschlagnahmtes Rauschgift in ihrer Obhut in rauen Mengen verschwunden war. Es handelte sich um eine halbe Tonne Cannabis.

Ihre Version zu den verloren gegangenen Marihuana-Mengen: Mäuse hätten in dem Lager in Buenos Aires die Drogen verspeist. Unter anderem berichtete der britische „Guardian“ über den Fall, den Nager-Experten für – mindestens – verdächtig halten. Die beschuldigten Mäuschen schweigen in der Sache.

Jahrelang unwissend in Lebensgefahr schweben? Check.

Mit einer funktionierenden Splittergranate erschien eine 90-Jährige in einer Leverkusener Polizeiwache. Sie wolle das „Teil nicht mehr im Haus haben“, das ihr Gatte – inzwischen verstorben – 1943 aus dem Krieg in Russland mitgebracht habe und seither auf dem Schreibtisch lag.

Die Beamten wollten das Teil ebenfalls nicht auf der Wache haben – und so wurde evakuiert. Nach zweieinhalb Stunden gab der Kampfmittelräumdienst Entwarnung.

Überraschung: Cannabis-Plantage

Oh, Schreck! Nach längerer Abwesenheit besuchte ein Hausbesitzer mal wieder seine Immobilie im sachsen-anhaltischen Genthin. In der Zwischenzeit war dort eine professionelle Cannabis-Plantage mit Wassertanks, Beleuchtungsanlagen und 500 Pflanzen entstanden.

Streifenwagen vermisst!

Kommt der türkische Präsident in Berlin zu Besuch, dann kann es schon einmal unübersichtlich werden: Wo war noch gleich der Streifenwagen? Diese Frage stellte die Hauptstadtpolizei nicht nur sich selbst, sondern auch allen anderen Polizeidienststellen per Mail - etwa 25 000 Mitarbeiter wurden kontaktiert. Ob rein zufällig der gesuchte Wagen bei ihnen stehe? Nicht auszudenken, was Ganoven mit dem Fahrzeug anstellen könnten. Am Ende war alles viel simpler. Beamte hatten den Wagen aus der Werkstatt abgeholt – und dort vergessen, ihn aus einer Liste auszutragen.

Man klaut den Italienern nicht ihr Meerwasser.

Ein paar Muscheln vom Strand, eine schöne Postkarte - einem Zoohändler aus Bayern waren solche Mitbringsel zu gewöhnlich. Und so fuhr er mit einem Laster mit 24 Wasser-Zisternen – insgesamt 24.000 Liter Fassungsvermögen – im italienischen Urlaubsort Triest an die Strandpromenade und begann, das Wasser aus dem Ozean zu pumpen. Die Polizei ließ ihn das Wasser noch an Ort und Stelle zurückkippen. 1500 Euro Geldstrafe bekam der 48-Jährige - statt des Wassers für seine Aquarien.

Abschreck-Waffe: Barcode-Scanner!

Mit einem Messer wollten die laut Polizei „mit Tüchern“ maskierte Diebe im Januar die Tageseinnahmen abkassieren. Mit einer futuristischen Waffe, wie sie die Kioskbesitzerin im nordrhein-westfälischen Langenfeld zur Gegenwehr hervorzauberte, hatten sie offenbar nicht gerechnet. „Die Frau holte sich kurzentschlossen den Barcode-Scanner und vertrieb die Männer“, schrieb die Polizei lapidar.

[Zusammen mit: dpa]

Quelle: Noizz.de