Die neue Trenddroge tötet auch in Deutschland.

Es ist ein trauriger Rekord, der in den USA gerade aufgestellt wurde: Noch nie gab es mehr Drogentote als in diesem Jahr. Zwischen Januar und August 2017 starben mehr Amerikaner an Rauschgift als durch Verkehrsunfälle, Suizide oder Morde.

Der Hauptgrund: Ein Schmerzmittel namens Fentanyl, über das NOIZZ.de bereits berichtete. Das so genannte Opioid wird eigentlich in der Krebstherapie als Schmerzpflaster eingesetzt und ist etwa 120-mal stärker als Morphium.

Fentanyl sorgt für ein enormes Glücksgefühl – weitaus stärker und länger als ein Orgasmus, wie Dr. Rüdiger Holzbach, Chefarzt des Klinikums Arnsberg NOIZZ.de erklärt.

Gleichzeitig kann aber schon eine kleine Überdosis tödlich enden – und wenn man einmal abhängig wurde, bleibt man dies meist ein Leben lang.

Gefährlich: Fentanyl

Problematisch ist vor allem, dass der Stoff immer häufiger in Verbindung mit Heroin genommen wird – und Dealer es zunehmend als Streckmittel benutzen, häufig beliefert von mexikanischen Drogenkartellen.

„In den vergangenen zehn Jahren hat sich die US-Drogenszene verändert“, schreibt die US-Drogenbehörde DEA. Das berühmteste Opfer von Fentanyl ist der Sänger Prince, der im April 2016 an einer Überdosis starb.

Auch in Deutschland ist Fentanyl angekommen: 2016 starben insgesamt 90 Menschen daran, die meisten davon in Bayern.

In den USA ist derweil auch Crystal Meth weiterhin ein Problem. Ebenfalls Anteil an den vielen Drogentoten haben künstliche Cannabisstoffe aus China – so genannte Cannabinoide –sowie der Missbrauch von Kath.

Quelle: Noizz.de