Spoiler: Es ist kein Gymnasium.

Die Institution Schule hat ja nicht den besten Ruf: Lehrer klagen über Stress, Schüler über Noten, Langeweile und Fidget-Spinner-Verbote. Menschen, die freudestrahlend über die Zeit zwischen den Schulhofpausen sprechen? Eine Seltenheit.

Aber es gibt Ausnahmen: Schulen, die sich intensiv um junge Menschen kümmern, auf sie eingehen, auch wenn es schwierig ist. Eine davon wurde jetzt mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet – und ist offiziell Deutschlands beste Schule.

Überreicht wurde der Preis von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Und zwar an die Elisabeth-Selbert-Berufsschule in Hameln. Dort werden knapp 2000 Schüler aus 34 Nationen in Fächern wie Agrarwirtschaft, Gesundheit und Pflege oder Sozialpädagogik unterrichtet. Ein Beratungsteam aus Lehrern, einer Pastorin und einem Sozialarbeiter unterstützt sie auch außerhalb des Unterrichts, hilft zum Beispiel minderjährigen Müttern oder Flüchtlingen.

Ganz groß geschrieben werde das eigenverantwortliche Lernen, sagt die stellvertretende Schulleiterin Barbara Bremert. An vier Tagen pro Woche können die Schüler für je zwei Stunden selbst entscheiden, woran sie arbeiten wollen.

„Durch das dichte Geflecht aus passgenauer pädagogischer Förderung und Fürsorge erzielen die Schüler hier Erfolge, die an anderen Schulen kaum jemand für möglich hielt“, hieß es von der Jury des Deutschen Schulpreises 2017. Der mit 100.000 Euro dotierte Schulpreis gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen dieser Art in Deutschland.

Quelle: Noizz.de