Der „Goldene Zaunpfahl” zeigt, wie Jungs und Mädchen in der Werbung getrennt werden.

Zur Einschulung bekommen viele Kinder ein Buch mit einfachen Geschichten zum Lesen lernen. Solche Bücher hat auch der Klett-Verlag im Angebot – allerdings jeweils eins für Jungs und eins für Mädchen.

Wenig überraschend: Das blaue Jungs-Buch ist mit Polizisten und Piraten, während das rosa Mädchen-Buch Geschichten über Prinzessinnen und Pferde hat.

Ja, viele Mädchen lieben Pferde und wollen eine Prinzessin sein – aber was ist mit denen, die gerne AUCH eine Piratin wären? Was ist mit den Jungs, die später Polizist werden wollen und TROTZDEM reiten?

Diese Einteilung in rosa Mädchen-  und blaue Jungenwelt nennt man „Gendern”. Leider sehen wir das jeden Tag: Es gibt rosa Überaschungs-Eier extra für Mädchen und in der Werbung werden Mädchen später zur Ballerina, während der Junge ein Astronaut wird.

Genau das wollen Almut Schnerring und Sascha Verling nicht mehr. Sie kritisieren, dass durch das Gendern bestimmte Eigenschaften nur einem Geschlecht zugeschrieben werden – also, dass zum Beispiel nur Jungs mutig sein können.

Deswegen vergeben Schnerring und Verling den Preis „Goldener Zaunpfahl” für das absurdeste „Gender-Marketing” – also genau das, was der Klett-Verlag mit den Leselern-Bücher getan hat. Und deswegen auch den Preis verdient hat.

Quelle: Noizz.de