Es ist einer der spektakulärsten Kriminalfälle der letzten Jahre!

2007 verschwand die 3-jährige Madeleine McCann – von ihren Eltern und der Presse auch Maddie genannt – aus dem Hotelzimmer der Familie in Portugal. Die Familie aus Großbritannien war dort im Urlaub.

Bis heute sorgt der Fall für großes, internationales Interesse – und bis heute fehlt jede Spur von Maddie. Auch ihre Eltern gerieten schon in Verdacht. Der Chefermittler Gonçalo Amaral, warf in seinem Buch „Die Wahrheit über die Lüge” den Eltern vor, sie hätten Maddie selbst auf dem Gewissen und sie sei tot.

Die Beschreibung der Interpol-Suche Foto: Screenshot / Interpol

Die britischen Ermittler von Scotland Yard schließen eine Beteiligung der Eltern am Verschwinden des Mädchens inzwischen aus.

Nun wird die verschwundene Maddie Thema einer Netflix-Krimi-Serie, die in acht Folgen zum Beispiel Interviews mit Ermittlern und anderen Beteiligten zeigt. Obwohl die Eltern bei britischen Ermittlern nicht mehr unter Tatverdacht stehen, durften sie nicht in der Dokumentation mitwirken.

Maddies Eltern Kate und Gerald McCann haben bis heute die Suche nach ihrer Tochter nicht aufgegeben Foto: epa Lusa Luis Forra / dpa

Netflix setzt mit der Produktion auf ein altes Erfolgsrezept. Serien wie „Making Murderer” oder die Verfilmung des Falls Amanda Knox brachten dem Streaming-Dienst viele Zuschauer ein.

True-Crime-Formate sind schon lange ein Erfolgsgarant für alle Mediengattungen: Hörspiele, Zeitschriften, Bücher und Serien verkaufen sich wie warme Semmeln.

„Aktenzeichen XY” läuft zum Beispiel schon seit 1967 im deutschen Fernsehen.

Quelle: The Independent