Die Zahl der Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 400. Das teilt das Robert-Koch-Institut mit. Am Vortag hatte das Institut 262 Fälle gezählt. Nun wird eine neue Methode zur Erfassung von Coronavirus-Kontaktpersonen diskutiert.

Wird eine Infektion mit dem neuen Coronavirus bekannt, machen sich Mediziner auf die Suche nach sogenannten Kontaktpersonen. Je mehr Menschen sich anstecken, desto höher ist auch die Zahl möglicher weiterer Infizierter. Auch sie müssen dann unter Umständen in häusliche Quarantäne – oder bei schweren Symptomen in eine Klinik. In Berlin waren bis Donnerstagabend 13 Infektionen bekannt. Dazu kommen inzwischen mehrere hundert Kontaktpersonen.

>> Alles, was du jetzt über das Coronavirus wissen solltest

Ein Coronaviruspatient kann Hunderte Kontaktpersonen haben

Die Ermittlung von Kontaktpersonen wird aber auch mit steigender Fallzahl von Coronavirus-Infizierten erst einmal nicht zum Problem werden: "Es ist aufwendig, aber nicht schwierig", sagte der Mediziner Larscheids.

Nach Tagesspiegel-Informationen diskutieren Wissenschaftler und Tech-Firmen nun neue Maßnahmen zur Suche von Kontaktpersonen mithilfe von Bewegungsdaten, anstatt durch eine Abfrage des Infizierten. So könnte man erfassen, wenn Personen aus Italien mit dem Bus oder aus anderen Krisengebieten kommen, das könnte die Ausbreitung entscheidend verlangsamen.

>> Corona-Bier: Wie das Corona-Virus offenbar die Marke zerstört

Allerdings nutzen laut einer Umfrage des Digitalverbands "Bitkom" vom Januar 2020 nur 40 Prozent der deutschen Bürger ab 65 ein Mobiltelefon, obwohl gerade diese Gruppe als gefährdet gilt.

[Text: in Zusammenarbeit mit dpa]

  • Quelle:
  • Noizz.de