Das Playboy-Magazin, das seit fast sieben Jahrzehnten am Kiosk verkauft wurde, stellt seine Produktion in den USA ein. Der Coronavirus ist nicht ganz unschuldig daran.

Das 1953 erstmals herausgegebene Playboy Magazin von Hugh Hefner war bekannt für seine erotischen Themen und Aktfotografie von Frauen. 66 Jahre lang wurde es verkauft und war echter Kult geworden. Das Playboy-Magazin hatte allerdings schon seit einigen Jahren mit seiner Rentabilität zu kämpfen. Nach dem Tod seines Gründers Hugh Hefner (91) im Jahr 2017 wurden immer weniger Exemplare gedruckt, nun sieht es so, als wäre das Magazin endgültig Opfer der weltweiten Coronavirus-Pandemie geworden.

Marilyn Monroe, erste Augabe des Playboy Magazins

Frühjahrsausgabe wird der endgültig letzte Druck für 2020 sein

Ben Kohn, der Geschäftsführer von Playboy Enterprises, äußerte sich in einem Beitrag auf "Medium.com": "Als die Störung der Coronavirus-Pandemie für die Produktion von Inhalten und die Lieferkette immer deutlicher wurde, mussten wir ein internes Gespräch beschleunigen. Vor diesem Hintergrund haben wir beschlossen, dass unsere Frühjahrsausgabe 2020, die diese Woche am US-Kiosk und als digitaler Download erscheint, unsere endgültig letzte gedruckte Veröffentlichung für das Jahr in den USA sein wird." Dennoch solle es aber regelmäßig online erscheinen, so Kohn und Sonderausgaben sollen gelegentlich gedruckt werden.

Hugh Hefner & Playmates, 1971

Die allererste Ausgabe titelte ein Bild von keiner anderen als Marilyn Monroe

... und verkaufte sich überraschend gut. Hefner hatte zuvor in seinem alten Job als Copywriter keine Fünf-Dollar-Lohnerhöhung bekommen und gründete daraufhin mit 8.000 Dollar, die er von Investoren bekam, das Playboy Magazin. Auch Hefners Lifestyle wurde zur Faszination: Er lebte mit Dutzenden Playboy-Bunnies in der berühmten Playboy-Mansion und feierte viele Parties. Er wurde oft von Feministen kritisiert.

Hugh Hefner, 1960

Hasenlogo rettete das Unternehmen

Da nach dem Tod des Gründers sich die Verkaufszahlen reduzierten. Setzte in den letzten Jahren Playboy Enterprises auf den Namen Playboy und sein unverwechselbares Hasenohr-Logo und druckte es auf Klamotten, Parfüms und Accessoires.

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  • Quelle:
  • Noizz.de