Eric Sartori arbeitet in der Covid-19-Abteilung eines Gemeindekrankenhauses in Arizona. Doch statt Dankbarkeit für seinen Einsatz bekommt er Morddrohungen. Viele behaupten, Corona sei ein Scherz. Er ist genervt – und hat Angst.

Der Beruf des Krankenpflegers wird seit 18 Jahren in Folge als der vertrauenswürdigste Beruf der USA eingestuft. Wem kann man vertrauen, wenn nicht den medizinischen Helfer*innen? Doch in Zeiten von Corona überwiegt die Skepsis. Fake News verbreiten sich. Viele denken, Covid-19 sei ein Scherz. Ein Krankenpfleger aus Arizona thematisiert das Problem auf seinem Facebook-Account.

Verschwörungstheorien werden ein größeres Problem

"Ich werde mich für das, was ich jetzt sage, nicht entschuldigen. Während wir damit beschäftigt sind, Menschenleben zu retten, machen wir uns auch zunehmend Sorgen über die Verschwörungstheorien, die ein größeres Problem zu werden scheinen als Covid-19", schreibt er.

Eric Sartori heißt der Krankenpfleger, der sich nach Informationen von "BuzzFeedNews" sogar persönlich angegriffen fühlt. In mehreren Ländern bliebt es nicht bei verbalen Attacken. Lügen und Misstrauen haben dazu geführt, dass Krankenpfleger*innen sogar mit Bleichmittel übergossen worden sind. Sartori schreibt, dass er früher selbst skeptisch gegenüber Impfstoffen war. Er verstehe Menschen, die medizinischen Einrichtung ein Stück weit misstrauen. Trotzdem dürfe das nicht ausarten, so die Hilfskraft.

"Wenn Sie nicht wissen, wie man einen Covid-19-Patienten am Leben erhält […] oder wovon Sie reden, dann halten Sie jetzt einfach die Klappe. Habt ein wenig Respekt", schreibt Sartori. Sein Post wurde schon über 25.000 Mal geteilt. Laut den Kommentaren ist er nicht der Einzige, der sich um Corona-Verschwörungstheorien sorgt – und ein wenig mehr Respekt fordert.

>> Krankenpfleger ermordet Freundin, weil er dachte, sie hätte Corona

>> Xavier Naidoo macht es vor: Warum es gerade in Zeiten von Corona viele Verschwörungstheorien gibt

lcw

Quelle: Noizz.de