Beim MMA könnte es bald schon deutlich entspannter zugehen...

In Kanada bahnt sich nämlich gerade eine auf den ersten Blick eher ungewöhnliche Partnerschaft an: Die UFC und Aurora, einer der größten Cannabis-Produzenten in Kanada, wollen CBD in die Welt aus fliegenden Fäusten und demolierten Gesichtern hineintragen.

Zu Beginn diesen Jahres unterzeichneten die zwei Giganten ein Multi-Millionen Dollar Vertrag, um die Vorteile von Cannabinoiden an Profisportlern zu testen. Nach einigen Monaten Organisation soll die erste klinische CBD x MMA Studie, herausgegeben vom UFC Performance Institute in Las Vegas, bald den Geburtskanal verlassen.

Laut CNN testen die zwei Brands verschiedene Zusammensetzungen von CBD als Behandlung für Wundheilung, Regenerierung, Verletzungen oder Schmerz - also praktisch für alles, was dir nach einem Wochenende Köpfe einschlagen weh tut. Ziel dahinter sei es, irgendwann aus diesen Erfahrungen ein "UFC CBD"-Produkt zu entwickeln.

"Die Zusammenarbeit mit Aurora ist der beste Weg für uns und unsere Fighter, mehr über den Einfluss von CBD auf unseren Sport zu lernen", sagte Dr. Duncan French in einem Statemant, UFC's Vice President of Performance. Die Studie helfe dabei, Klarheit über bisher wenig erforschtes Gebiet zu erlangen und den Effekt von CBD auf die athletische Gesundheit zu untersuchen.

Seit Jahren gibt es aus allen sportlichen Bereichen Versuche, die positiven Effekte von Cannabis zu nutzen. Wegen strikten Verboten auf der ganzen Welt gibt es dazu bisher allerdings kaum belastbare Studien, Die Forschung stagniert. Aurora möchte das jetzt ändern.

Das ruft auch Kritiker auf den Plan, zum Beispiel Dr. Jeff Chen, Direktor der UCLA's Cannabis Research Initiative. Er erzählte CNN, die klinische Studie sei einseitig und komme direkt aus der Pharmabranche, um ein kommerzielles Produkt besser zu verkaufen.

"Es ist nichts ungewöhnliches, dass diese Unternehmen mit Studien ihr Marketing aufbauen", sagt Dr. Chen.

Egal ob hinter der Studie "nur" kommerzielle Interessen oder der medizinische Fortschritt stehen - es ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob die Fusion aus Cannabis und Profi-Sport eine für beide Seiten profitable Partnerschaft ist, oder schnell wieder begraben wird.

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Quelle: Noizz.de