Ist das Werbung oder kann das weg?

Schon länger sind die Grenzen zwischen bezahlter und unbezahlter Werbung auf Instagram verschwommen. Selten hat etwas für mehr Verwirrung im Internet gesorgt, als die Kennzeichnung von Werbung in Instagram-Posts und -Storys.

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Aus Angst vor Abmahnungen und rechtlichen Folgen haben Influencer zum Schluss sogar "Werbung" dazu geschrieben, wenn sie bloß einen anderen Account in ihren Posts und Storys erwähnt haben – ganz gleich, ob es dafür Geld gab.

Ein neues Gesetz soll jetzt endlich Klarheit schaffen: Der Staatssekretär des Justizministerium Gerd Billen kündigte gegenüber dem ZDF an, dass bald für rechtliche Sicherheit für Influencer gesorgt werden würde.

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"Dass Beiträge, die bezahlt werden, als Werbung gekennzeichnet werden müssen, ist eine Selbstverständlichkeit und muss auch in Zukunft erfolgen, aber wenn Dinge gepostet werden, für die es keine Gegenleistung gibt, können wir Rechtssicherheit schaffen, indem nicht alles und jedes schon aus Angst vor einer Abmahnung als Werbung gekennzeichnet wird", sagte Billen bezüglich des Gesetzes.

Das Dilemma ins Rollen gebracht haben vor allem berühmte Beispiele wie das von Cathy Hummels. Sie stand vor Gericht, weil sie einen Beitrag nicht mit "Werbung" gekennzeichnet hatte. Allerdings gewann sie den Prozess, weil sie angab, keine Bezahlung für den Post bekommen zu haben.

Quelle: Noizz.de