Der Wunsch nach einem größeren Po wurde einer Frau in Düsseldorf zum tödlichen Verhängnis. Gegen den verantwortlichen Mediziner wurden Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet. Jetzt bestätigt ein Gutachten mehrere Behandlungsfehler.

Po-Vergrößerungen gehören dank Kim Kardashian und Co. mittlerweile zu den beliebtesten Schönheits-OPs – aber auch zu den gefährlichsten. Erst im Juli kostete der Traum nach einem "Brazilian Butt" einer 42-jährigen Frau in Düsseldorf das Leben. Mittels Eigenfett sollte der Patientin von einem ebenfalls 42 Jahre altem Mediziner zur Verwirklichung ihres Traums verholfen werden. Ein Gutachter attestiert dem Operateur jetzt mehrere Behandlungsfehler. Die Ermittlungen laufen.

Kim Kardashian ist für ihren Po bekannt.

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Die 42-Jährige sei laut Gutachter etwa nicht ausreichend über die Risiken des Eingriffs aufgeklärt worden, so Staatsanwalt Uwe Kessel auf dpa-Anfrage. Gegen den Mediziner wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Der Betroffene und sein Anwalt könnten noch zu dem Gutachten Stellung nehmen – etwa in Form eines Gegengutachtens, sagte Kessel.

"Verblutet ist sie definitiv nicht."

Auf dpa-Anfrage bestritt der Arzt auch, dass die Frau verblutet sei: "Verblutet ist sie definitiv nicht. Ihr Kreislauf war stabil nach der OP." Zudem gebe es im operierten Bereich keine großen Blutgefäße. Er vermute eher einen plötzlichen Herztod als Todesursache, etwa durch eine angeborene Herzschwäche.

Der Arzt bietet Po-Vergrößerungen mittels Eigenfett-Implantation an. Eine Methode, die von vielen plastischen Chirurgen wegen ihres Risikos kritisch gesehen wird.

[Text zusammen mit: dpa]

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  • Quelle:
  • Noizz.de