Don't try this at home.

Internet-Trends haben manchmal ihre Tücken. So kursiert aktuell die „Boiling Water Challenge“ im Netz: In sehr, sehr, sehr kalten Regionen schüttet man sich kochend heißes Wasser über den Kopf. Wer in Chemie aufgepasst hat, weiß, dass sich dabei der Aggregatzustand von Wasser ändert. Im Fall der „Boiling Water Challenge“ verpulvert es zu Schnee. Mpemba-Effekt“ nennt sich das Phänomen, bei dem unter bestimmten Bedingungen heißes Wasser schneller gefriert und Kristalle bildet,  als kaltes Wasser. Das Problem: Der Effekt tritt nicht immer auf, sondern wohl nur in 30–40 % der Versuche – selbst bei identisches Bedingungen.

>> Die Polizei warnt vor der „Kiki-Challenge“

Wichtig ist aber unter anderem, dass die Luft kalt genug ist. Die Challenge geht schlecht aus, wenn diese und andere thermische Bedingungen nicht gegeben sind. So bleibt das Wasser heiß – und wird nicht wie erwartet zu Schnee. Anstatt vorher zu testen, ob die Challenge wirklich funktionieren kann, haben sich viele Menschen aber direkt kochend heißes Wasser über den Kopf geschüttet – und sich dabei stark verbrannt. Laut der britischen Tageszeitung Daily Mail wurden wegen der „Boiling Water Challenge“ schon acht Menschen in ein Krankenhaus in Chicago eingeliefert.

>> Warum ich #januhairy abgebrochen habe – und es liebe

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Menschen auf Grund eines Internet-Hypes selbst verletzen. So warnte erst vor kurzem Netflix vor der „Bird Box“-Challenge (NOIZZ berichtete). Dabei wird man herausgefordert, normale Aufgaben mit geschlossenen Augen zu erledigen. Ohne etwas zu sehen, über die Straße rennen oder Auto fahren? Keine gute Idee. Manchen Trend sollte man dann doch nicht mitmachen – oder erst vorsichtig testen ...

Quelle: Noizz.de