Du willst auf dem neusten Stand bleiben, was die aktuellen Demonstrationen und Proteste angeht, und suchst Accounts, die Aufklärung über Rassismus, Ungerechtigkeit und Polizeibrutalität bieten? Et voilá, diese zehn Profile bereichern deinen Instagram-Feed.

Wie entwickeln sich die Ausschreitung in den Staaten? Was kann man in Deutschland tun? Wie unterstützt man #blacklivesmatter am besten? Wie bekämpft man Rassismus – von sich und anderen? Was ist Racial Profiling? Wir haben euch zehn Akteur*innen und Organisationen auf Instagram zusammengesucht, denen ihr jetzt folgen könnt, um Antworten und Anleitungen zu finden: Sie leisten wichtige Aufklärungsarbeit und informieren euch über aktuelle Entwicklungen.

>> #BlackLivesMatter: Das kannst du jetzt tun, um zu helfen

Deutschsprachige Quellen

Say My Name – ein Projekt der bpb

"Say my Name" ist ein Projekt der Bundeszentrale für politische Bildung. Hier wird anschaulich und schnell aufgeklärt – zum Beispiel über Racial Profiling und Polizeigewalt, aber auch darüber, was Privilegien sind, wie man ein Ally (ein/e Verbündete*r) wird und was BIPOC eigentlich genau heißt. Ein gutes Profil für alle, die sich ein Grundwissen aufbauen und sich in politischer Korrektheit üben wollen.

Fabienne Sand – Autorin und Netzaktivistin

Die Grundbegriffe hast du drauf, würdest aber gerne mehr zu White Fragility und White Saviorism, Eurozentrismus und Colorism lernen? Fabienne Sand erklärt die Begrifflichkeiten ausführlich und klar verständlich in ihren Story-Highlights.

Malcolm Ụzọma Ohanwe – Journalist

Malcolm Ụzọma Ohanwe schafft es, in seinen Twitter- und Instagram-Beiträgen so kurz und so treffend über Alltags-Rassismus und gesellschaftliche Paradoxa zu berichten, dass man wirklich jedem ans Herz legen möchte: Folgt diesem Mann, um Rassismus in Deutschland besser zu verstehen.

Emilene Wopana Mudimu – Sozialpädagogin und Aktivistin

Emilene Wopana Mudimu referiert und moderiert zu Rassismuskritik und Schwarzem Empowerment und gibt Workshops zu diesen Themen. Folgt ihr auf Instagram, denn dort gibt sie immer wieder Einblicke in ihre Arbeit.

#resistance Gestern vor 75 Jahren wurde Nazi-Deutschland befreit. Aber wovon? Von Rassismus und Faschismus sicherlich nicht. Aber naja was rede ich eigentlich: Global tut sich da auch nicht viel. Ich weiß garnicht, wo ich genau ansetzen soll in diesem Post. Weil ich einfach sehr müde bin. Müde davon jeden Tag auf Neue zu lesen, dass hier im Lande rassistische Taten geschehen. Die den großen Teil der Bevölkerung aber nicht interessieren, da nicht betroffen. Oder auch auf institutioneller Ebebe vertuscht. Schwarze Polizistin am Münchener Flughafen wird von einer weißen Frau bedroht, die sich als "Hitlers Tochter" präsentiert (https://www.merkur.de/lokales/erding/flughafen-muenchen-ort60188/flughafen-muenchen-adolf-hitler-nazi-tochter-rassismus-polizei-drohung-13749277.html). Anschläge auf türkische Läden in Waldkraiburg(https://www.nordbayern.de/region/anschlage-auf-turkische-laden-50-polizisten-suchen-tater-1.10088636).Sind nur zwei von vielen Meldungen. Und das Video von der Ermordung von #ahmaudarbery hat irgendwie noch den Rest getan. Tatsache ist: Rechte Strukturen sind gut organisiert. Das sollte immer bewusst sein. Und auch wenn auf der anderen Seite ebenfalls durch ein starkes Bündnis Widerstand geleistet wird, verfolgt dazu z. B. die Arbeit von @migrantifanrw, beobachte ich auch besonders in aktivistischen Kreisen kritische Entwicklungen: Rassismuskritische Arbeit ist in aller Munde. Irgendwie en vogue. Und manchmal fehlt mir aber auch eine gewisse Essenz. Besinnung zu den (grass) roots. Die Fragen: Warum sind wir eigentlich Aktivist*innen, was zeichnet unsere Arbeit aus und ist diese inklusiv bzw. barrierefrei? Ich beobachte, dass immer denselben Menschen eine Plattform gegeben wird, um sich zu äußeren. Ich würde mich freuen, wenn auch die Stimmen derjenigen* mit weniger Follower*innen hör-und sichtbarer werden. Ich möchte mich von allem nicht lossprechen. Auch ich hätte am 1.Mai und auch am gestrigen Tag sicherlich an einem der Protestaktionen und Demos teilnehmen können. Und insgesamt einfach aktiver sein können . Aber Angesicht der gesellschaftlichen Entwicklungen werde ich mir da auch tiefere Gedanken drüber machen müssen. #aktivismus #8mai

Tupoka Ogette – Aktivistin und Autorin

Auf dem Instagram-Profil von Tupoka Ogette könnt ihr euch die IGTV- Serie "Derailing Evergreens" anschauen: "Derailing" beschreibt den Versuch, echte Gespräche über Rassismus abzuwehren, keine Verantwortung übernehmen zu wollen oder Rassismus zu verdecken. Ihr wollt mehr wissen? Tupoka Ogette ist Autorin, sie hat "Exit Racism" herausgebracht, das ihr euch als klassisches Printbuch oder als Hörbuch auf Spotify zu Gemüte führen könnt.

>> Anwälte von Floyds Familie legen eigenen Autopsie-Bericht vor – belasten Polizei schwer

Englischsprachige Quellen

Black Lives Matter – internationale Bewegung

Was hinter der Bewegung und dem gleichnamigen Hashtag steckt, müssen wir hoffentlich nicht mehr erklären – machen wir aber trotzdem noch mal kurz: #blacklivesmatter ist innerhalb der afroamerikanischen Gemeinschaft in den USA entstanden und setzt sich gegen Gewalt gegen Schwarze beziehungsweise People of Color ein. Auf dem Instagram-Account der Bewegung gibt es News und Updates zu aktuellen Ereignissen, Einordnungen und geschichtliche Hintergründe.

NAACP – Bürgerrechtsorganisation

Die National Association for the Advancement of Colored People, kurz NAACP, ist eine der ältesten und einflussreichsten Schwarzen Bürgerrechtsorganisationen der USA. 1909 gegründet, hat sie heute über 2.000 von Freiwilligen betriebene Niederlassungen im ganzen Land. Auf dem Instagram-Profil der Organisation gibt es täglich Updates zur aktuellen Lage, Talks und einordnende Zahlen und Fakten für euch.

Black Visions Collective – Aktivistische Aufklärung

Wie kann man aktiver werden, sich mehr engagieren und selbst Aufklärungsarbeit leisten? Der Instagram-Kanal Black Visions Collective gibt darauf Antworten. Außerdem finden sich hier viele anschauliche Grafiken und Illustrationen zum Thema Rassismus und Diskriminierung, die man mit Freunden und Familien teilen kann – ein schöner Weg, um wichtige Informationen zu verbreiten.

Women For Political Change – Nonprofit-Organisation

Die Nonprofit-Organisation wurde an der University of Minnesota gegründet: Sie will Aufklärungsarbeit für junge Frauen, trans* und nicht-binäre Menschen bieten und stellt sich aktiv gegen Unterdrückungssysteme, wie das Patriarchat, Transphobie, weiße Vorherrschaft, Fremdenfeindlichkeit und Klassismus.

From Privilege to Progress – Guides und Empfehlungen

Der Account wurde 2018 von den beiden Aktivistinnen Michelle Saahene und Melissa DePino ins Leben gerufen. Neben Lesetipps gibt es hier hilfreiche Guides für den Alltag, etwa, wie weiße Menschen aktiv gegen Rassismus kämpfen können.

Important advice from Erica Joy ☝🏿☝🏼#ShowUp 👉🏿👉🏼 Read on for advice from @wholeheartedcoaching: An actionable item POC and white people can take right now is to check in on their Black friends. However, we have to be mindful that each time we reach out we could possibly be retraumatizing that person. So here are some things to think of before you “check in”: ⠀ 1. Keep your message short and loving: “I am sending you so much love right now. Know that I am always here to talk.” ⠀ DO NOT make this about your feelings: “I’m so sad/angry/frustrated.” This is not about you. If they open up the conversation to share feelings then do so. But again, THIS IS NOT ABOUT HOW YOU FEEL. ⠀ DO NOT write fear based or sensational messages: “OMG I can’t believe what I’m seeing. Are you ok?!?” Messages like this only heighten the ever present worry and fear that they’re experiencing. Also, they make think you’re referring to a new event and will in turn check social media or the news (which maybe they’re trying not to do). ⠀ 2. If you do not know this person or have not been in touch with them for a while, DO NOT try and create a sense of intimacy that isn’t there. ⠀ This is not the time to DM every Black person you follow on Instagram or met in college. Instead, maybe send them some money (Venmo $5), a gift, or seamless them their favorite meal. Think of a loving non-intrusive act that they do not need to reciprocate. And check in on the Black people you are close with in real life. And if the only Black people you know are people you follow on Instagram, then you are part of the problem. ⠀ 3. NEVER EXPECT A RESPONSE BACK This is key. Again this is not about you. Send them your love and thoughts and have no expectations that you will hear back from this person. They don’t owe you an answer.

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Quelle: Noizz.de