„Wie oft hatten Sie mit Ihrem Freund Geschlechtsverkehr?“

Das fragte ein Mitarbeiter des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) einen homosexuellen Asylbewerber. Und damit nicht genug: „Wie haben Sie den Verkehr empfunden?“ Diese Fragen musste sich laut „Süddeutscher Zeitung“ im November ein pakistanischer Flüchtling gefallen lassen.

Trotz Toleranz ist Gewalt ein Problem Foto: dpa picture alliance / dpa picture alliance

Die Sexualität von Asylbewerbern tut nichts zur Sache bei der Entscheidung, ob jemand in Deutschland Schutz bekommt. Asylexperten und die schwul-lesbische Community kritisierten den Vorgang deswegen scharf.

Jörg Sträter vom Lesben- und Schwulenverband Berlin Brandenburg (LSVD) sagt: „Unangemessene Fragen kommen leider immer wieder vor.“ Positiv sieht Sträter aber, dass es seit Februar in der Außenstelle Berlin eine eigene Ansprechperson für LGBTI-Fragen gebe.

Ungefähr zehn Prozent der Flüchtlinge hierzulande sind homosexuell, so eine Schätzung des LSVD. Eine offizielle Statistik gibt es dazu nicht.

Quelle: Süddeutsche Zeitung