Auf der indonesischen Ferien-Insel Bali werden jährlich rund 70.000 Hunde geschlachtet.

Bali ist vor allem bei Europäern und Australiern ein beliebtes Ferienziel. Wer eine Rucksack-Reise durch Asien macht, lässt Bali nicht aus. Das Essen ist sehr beliebt bei den Reisenden: je günstiger, desto besser.

Das nutzen Hundefänger auf Bali schamlos aus.

Die australische Tierschutzorganisation „Animals Australia“ hat herausgefunden, dass täglich Hundefleisch an ahnungslose Touristen verkauft wird.

Das Fleisch wird oft als „Satay“-Spieß angepriesen. „Satay“ ist indonesisch und bedeutet so viel wie Fleisch, das auf einem Bambusspießchen über Holzfeuer gegrillt wurde – mehr nicht. Um was für Fleisch es sich handelt, darüber sagt der Name nichts aus.

Da normalerweise Huhn für „Satay“-Spieße benutzt wird, hinterfragt kein Tourist, was er da gerade snackt.

Besonders in Straßen-Imbissen

Undercover-Reporter von „ABC News“, einem australischen TV-Sender, haben aufgedeckt, dass das Hundefleisch vor allem von Händlern und Straßen-Imbissen an den Touri-Hotspots verkauft wird.

Da die Kunden keine Ahnung haben, was sie da wirklich essen, boomt das Geschäft. Dass sie Hunde- anstatt Hühnerfleisch essen, würde die meisten wohl abschrecken.

Von der Straße geklaut und getötet

Die armen Tiere werden von der Straße geklaut. Die gefangenen Tiere werden an ihren Schnauzen und Beinen geknebelt und stundenlang vor ihrer Schlachtung in kleinen Kisten oder Plastiksäcken gesteckt. Sie werden meistens brutal getötet. Einige wenige werden erschossen – meistens werden sie jedoch erwürgt oder totgeprügelt.

Diese kleinen Welpen werden in Plastiksäcken verschleppt Foto: YouTube / Animals Australia

Oftmals müssen sie Tage auf ihre „Erlösung“ warten, ohne Wasser und Nahrung. Sie werden dann vor den Augen der anderen Hunde abgeschlachtet.

Vorgänge, die unwissend von Touristen mitgetragen werden.

Für Menschen gefährlich

Da die Hunde mitunter auch vergiftet werden, stellt das Fleisch der gefangenen Tiere eine ernste Gesundheits-Gefahr für Menschen dar.

Das Fleisch kann Menschen gefährlich sein Foto: YouTube / Animals Australia

Nicht nur das vergiftete Fleisch ist gefährlich für uns. Hunde, die Übelkeit, Muskelschmerzen und Angstzuständen ausgesetzt waren, haben dadurch vergiftete Organe.

Und wird das Gericht aus Teilen des Magens oder Herzens hergestellt, wie es oft der Fall ist, so kann das sogar tödliche Folgen für Menschen haben – das Fleisch enthält dann eine hohe Konzentration an Cyanid.

In Deutschland ist es übrigens seit 1986 verboten, Hunde und Katzen zu schlachten. Natürlich könnte man an dieser Stelle auch kurz hinterfragen, warum genau wir eigentlich manche Tiere selbstverständlich für essbar halten und gleichzeitig den Verzehr anderer Tierarten abscheulich finden – warum wir also Kühe und Schweine als Nahrungsmittel betrachten, Hunde und Katzen aber nicht. Diese Tabus sind meist kulturell bedingt und von Gesellschaft zu Gesellschaft unterschiedlich.

Quelle: Noizz.de