Veganer Starkoch Attila Hildmann dreht seit Anbeginn der Coronakrise scheinbar völlig am Rad. Im Netz verbreitet er rechte Verschwörungstheorien und ruft zum Protest auf – jetzt muss er die Konsequenzen akzeptieren.

Attila Hildmann ist der wohl berühmteste vegane Koch Deutschlands. Schon lange steht er nicht mehr nur hinterm Herd, sondern auch im Rampenlicht. Auf Instagram hat der 39-Jährige mittlerweile mehrere Zehntausend Follower – die er nun aus dubiosen Gründen dazu aufruft, sich gegen Merkels Corona-Maßnahmen zu wehren. Jetzt muss er dafür wirtschaftlich einbüßen.

Mit veganen Fleischalternativen hat Attila Hildmann es bis zu "Let's Dance" geschafft

Supermärkte nehmen Attila Hildmanns Produkte aus den Regalen

Sowohl die Supermarktkette Kaufhaus wie auch das Reformhaus Vitalia nehmen Produkte des veganen Gurus aus den Regalen. Gegenüber der "Welt" erklärten Vertreter von Kaufland, dass sie sich wegen Hildmanns befremdlicher Weltanschauung zu diesem Schritt entschieden hätten. Restbestände würden trotzdem noch verkauft werden.

Auch der Getränkehersteller Voelkel habe die Produktion des Energydrinks von Attila Hildmann eingestellt. Auch sie wollen sich von den Ansichten Hildmanns distanzieren. Eine Zusammenarbeit könne es für sie nur geben, wenn beide Parteien einen gemeinsamen Respekt für eine "freiheitlich demokratische Grundordnung" hätten – was momentan offensichtlich nicht der Fall ist.

Hildmann denkt, er lebe mittlerweile in einer Diktatur

Hildmann scheint der öffentliche Backlash für seine Worte allerdings kaum zu jucken. "Auslistungen sind meine kleinste Sorge", so der Koch in einer Gruppe auf dem Nachrichtendienst Telegram. Er beharrt weiterhin darauf, dass er mittlerweile in einer Diktatur lebe und dass seine Freiheit in "großer Gefahr" sei. Die geplante Corona-App von Gesundheitsminister Spahn halte er für eine "Drecksapp", die keiner haben wolle, zusammen mit einer "von Gates bezahlter Zwangsimpfung" und einem "geplanten Überwachungsstaat". Am vergangenen Mittwoch rief er zu einem Protest gegen die Corona-Maßnahmen auf, bei dem auch ein Kamerateam der ARD angegriffen wurde.

An dieser Stelle findest du Inhalte aus Instagram
Um mit Inhalten aus Instagram und anderen sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Das Verhalten von Attila Hildmann im Zuge der Coronakrise ist allerdings keine Überraschung. Neben vielen sexistischen und anderweitig fragwürdigen Vorfällen hatte er auch die Flüchtlingsaufnahme 2015 als "Selbstverstümmelung deutscher Werte und Kultur" beschrieben.

>> Was die QUanon-Verschwörung und Pizzagate mit Corona zu tun haben

>> Arbeitet Xavier Naidoo für sein "patriotisches" Album mit rechtsextremem Rapper?

  • Quelle:
  • Noizz.de