Sie hätte sich besser aufs Operieren konzentrieren sollen.

Viele haben vor Operationen ein mulmiges Gefühl, schließlich sind Risiken dabei nie auszuschließen. In den Stunden, in denen man bewusstlos unter dem Messer liegt, kann man nichts anderes tun, als den hantierenden Ärzten blind zu vertrauen. Natürlich erwartet man dabei höchste Professionalität.

Eine US-Ärztin aus Atlanta war aber der Meinung, ihre OPs etwas aufpeppen zu müssen. Dr. Windell Boutte ließ sich dabei filmen, wie sie rappt und tanzt, während sie im Takt der Musik mit dem Skalpell an ihren Patienten herumschnippelte. Um die 20 Videos postete sie auf ihrem YouTube-Kanal, mittlerweile wurden aber alle wieder runtergenommen.

Neben etlichen Beschwerden liegen jetzt von neun Patienten Klagen gegen die Dermatologin und Schönheitschirurgin vor. Unter anderem musste eine Patientin ins Krankenhaus eingeliefert werden, nachdem ein Tag nach der Schönheits-OP ihre Lunge kollabierte. Eine weitere beklagt sich über anhaltende Schmerzen und ein entstellendes Ergebnis.

Ob die Zwischenfälle direkt mit dem Tanzen und Singen zu tun haben und ob die Ärztin volle Verantwortung für sie trägt, ist noch unklar.

Die Ärztekammer schätzt sie als "Bedrohung der öffentlichen Sicherheit" ein

In einem Interview rechtfertigt sich Dr. Windell Boutte, dass alle Videos mit dem Einverständnis oder auf Wunsch der Patienten aufgenommen wurden und die Nebenwirkungen nichts damit zu tun haben, da sie unvorhersehbar und unvermeintlich gewesen wären.

Von der Ärztekammer in Georgia wird Dr. Windell Boutte jedenfalls die Zulassung als Ärztin abgesprochen, da sie als eine „Bedrohung der öffentlichen Sicherheit“ eingeschätzt wird. Zusätzlich erfüllte sie in ihrer Praxis nicht alle Sicherheitsstandards.

Quelle: Noizz.de