Die Frage ist aber, ob die Briten das wirklich wollen.

Die Briten sind berühmt für ihr Queuing. Ob am Bus oder vor einer Behörde: Mit eiserner Disziplin stehen sie in Reih und Glied Schlange, sodass man sich für die Vordrängler in Deutschland richtig fremdschämt.

Dass es ausgerechnet ein Brite ist, der jetzt eine App fürs Schlangestehen entwickelt hat, ist daher wenig verwunderlich. Mit „Skip the Line“ – also „Überspringe die Schlange” – können Londoner live die Wartezeiten vor Sehenswürdigkeiten, Restaurants oder Bars mitverfolgen.

So sieht die App aus Foto: Bildschirmfoto / appadvice.com

Die User der App geben Auskunft darüber, wo sie wie lange anstehen mussten und an welchem Ort gerade Hochbetrieb herrscht. Es ist ein ähnliches Prinzip wie bei den Blitzermeldungen im Radio.

Erfunden wurde die App von Max Schroeder, einem 20-jährigen Studenten. Die Idee zu „Skip the Line“ kam ihm, weil er sich darüber aufregte, dass viele angesagte Londoner Restaurants keine Tischreservierungen zulassen.

„Besucher müssen stundenlang in Schlangen stehen, um in ein Restaurant zu kommen, von dem sie gehört haben. Ich glaube nicht, dass diese Methode Menschen abschreckt, sondern bei ihnen eher einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt“, erklärte er dem „Evening Standard“.

So gut die Idee klingt – bislang konnte die App nur wenige User für sich gewinnen. Vielleich, weil das Schlangestehen einfach Bestandteil der britischen Kultur ist – wie der Big Ben oder die Queen.

Quelle: Noizz.de