Die haben den Schuss doch nicht gehört.

Zwei majestätische Bäume thronen über der Pembroke Road im britischen Bristol. Es ist eine schöne, grüne Gegend: Hier im Stadtteil Clifton wohnen nur die reichsten Bürger. Sie fahren Audi und BMW, die Straßen sind sauber, ihre Häuser groß. Doch eines stört sie: Vogeldreck!

„Doch was dagegen tun?“, fragten sich die gutsituierten Opfer des Kots. Schließlich wollten sie ja weiterhin direkt vor der Haustür ihre Autos parken, minutenlange Fußmärsche vermeiden. Abdeckungen, Garagen oder Car-Ports waren wohl keine Alternative.

Als sich die Anwohner also die Frage stellten, erlebten sie wahrscheinlich einen kollektiven Schlaganfall. Anders ist ihre „Idee“ nicht zu erklären. Sie beschlossen Spikes an den Ästen der beiden Bäume anzubringen, sodass die Vögel nicht mehr nisten können. Sieht scheiße aus, vertreibt aber die Vögel. Gesagt, getan. Die Metallspitzen wurden angebracht.

„Die Spikes sollen einzig die Autos schützen“, sagte ein Anwohner der Bristol Post. „Es gibt hier ein großes Problem mit Vogeldreck. Er kann Autos stark verschmutzen.“ Immerhin gäbe es andere Bäume in der Nähe.

Tierrechtler und Politiker sind aufgebracht. Die Metallspitzen sehen grässlich aus und vertreiben die Tiere aus ihrem natürlichen Umfeld. Und das nur wegen etwas Vogeldreck an den Autos.

Doch das Problem wird rechtlich nicht aus der Welt zu schaffen sein. Es handelt sich um Privatgrund. Die Eigentümer haben das Recht genauso bescheuert zu handeln.

Es hilft wohl nur eins: Hoffen, dass die Eigentümer ihren Verstand doch noch wiederfinden.

Quelle: Bristol Post