Deutsche Amazon-Mitarbeiter gehen weiter leer aus.

Amazons Chef Jeff Bezos hat jetzt bekannt gegeben, dass das Unternehmen den Mindestlohn für alle Mitarbeiter in den USA ordentlich anheben wird. 15 US-Dollar pro Stunde sollen die Angestellten des Marktführers in Zukunft erhalten, wie die „Welt“ berichtet.

Die neue Regelung wird eine Viertel Million feste Mitarbeiter, aber auch 100.000 Saisonarbeiter betreffen.

In Amerika liegt der Mindestlohn momentan größtenteils noch bei 7,25 Dollar pro Stunde, wobei manche Staaten diesen Satz schon angehoben haben. Amazon bietet seinen Mitarbeitern damit doppelt so viel Gehalt wie gesetzlich vorgeschrieben.

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„Wir haben unseren Kritikern zugehört, haben scharf über unser Vorgehen nachgedacht und entschieden, dass wir uns an die Spitze der Bewegung stellen wollen“, so Amazon-Chef Bezos.

Auch in Großbritannien will der Onlineshop die Löhne anheben. Im Großraum London sollen Angestellte zukünftig 10,50 Pfund erhalten, in anderen Regionen dagegen 9,50 Pfund pro Stunde.

In Deutschland streitet sich Amazon bereits seit Langem mit der Gewerkschaft Ver.di, die auf höhere Stundenlöhne pocht. „Jedes Land ist anders. Wir haben aktuell diese Ankündigung im Vereinigten Königreich und in den USA gemacht. In allen anderen Ländern werden wir die Situation weiter prüfen“, so ein deutscher Sprecher des Unternehmens.

Deutsche Amazon-Mitarbeiter im Streik bei Augsburg in Bayern Foto: Karl-Josef Hildenbrand / dpa

Amazon war in den letzten Jahren wegen der schlechten Arbeitsbedingungen immer wieder scharf von Verbänden, Gewerkschaften und eigenen Ex-Mitarbeitern kritisiert worden.

Quelle: Noizz.de