Darin haben sie das Grundgesetz eingefroren!

Aktivisten haben am Mittwochmorgen Eisblöcke mit dem Grundgesetz vor der Parteizentrale der AfD im Berliner Bezirk Mitte abgeladen und so die Eingänge blockiert. Damit wolle man am Tag des Grundgesetzes auf das „eher unterkühlte Verhältnis“ der AfD zur Verfassung aufmerksam machen, erklärte die Organisation #ReconquistaInternet in einer Pressemitteilung.

Am kommenden Sonntag erwartet die Berliner Polizei eine große Demonstration von AfD-Anhängern, aber auch eine noch größere Gegendemonstration. Die Organisatoren des Anti-AfD-Protests gaben bekannt, dass sie am Sonntag in Berlin deutlich mehr Teilnehmer als die AfD mit ihrer Demonstration „Zukunft Deutschland“ erwarten.

AfD bekommt keine 10.000 Demonstranten zusammen

Obwohl die AfD in Rheinland-Pfalz keine Kosten und Mühen gescheut hat und einigen Teilnehmern der Demonstration sogar einen Zuschuss zahlen will [NOIZZ berichtete], musste die Partei ihre Teilnehmerzahl am Mittwoch deutlich nach unten korrigieren.

Die Organisatoren der Gegendemonstrationen erwartet dagegen inzwischen „deutlich mehr als 10.000 Menschen“. Für die Polizei steht ein Großeinsatz bevor.

Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch stellten fünf Bündnisse ihre Protest-Pläne vor: „Unser Ziel ist es, so viele Menschen auf die Straße zu bekommen, dass für die AfD kein Durchkommen ist“, sagte Nora Berneis, Sprecherin des Bündnisses „Stoppt den Hass“.

Insgesamt sind 13 Gegenveranstaltungen angemeldet. Die zentrale Kundgebung findet ab 11 Uhr auf dem Platz der Republik vor dem Reichstagsgebäude statt. Die Organisatoren erwarten dort Bundestagsabgeordnete von SPD, Linken und Grünen. Zwei weitere Demo-Routen vom Weinbergspark zum Pariser Platz und auf der Spree seien bereits genehmigt, sagten die Organisatoren.

Die Route der Demonstration unter dem Motto „Hauptsache es knallt. AfD wegbassen“ ist indes noch unklar. „Wir befinden uns in Gesprächen mit der Polizei“, sagte ein Sprecher am Mittwoch. 14 Musikwagen sollen durch Berlin ziehen. Das Bündnis wird nach eigenen Angaben von bis zu 150 Berliner Clubs unterstützt. „Wir laden die Berliner Feierszene zur Afterhour“, erklärten sie. Dazu sollen vor der Demonstration Durchsagen in den teilnehmenden Berliner Clubs auf die Protestaktionen hinweisen. Allein bei dieser Demonstration erwarten die Organisatoren 14.000 Teilnehmer.

[Zusammen mit DPA]

Quelle: Noizz.de