Ihr Straftatbestand: „Verkommenheit“.

„I Have Issues“ heißt der Song, in dessen Musikvideo Künstlerin Shaimaa Ahmed (21) lasziv vor einer Schulklasse voller junger Männer performt. Und „issues“, also Probleme, hat Ahmed nun wirklich: Sie sitzt wegen ihres Auftritts in Unersuchungshaft.

Was war passiert? Unter anderem hatte sich die junge Frau in ihrem Video so gezeigt:

Shima, so lautet Ahmeds Künstlername, tanzt in einem Klassenzimmer, lutscht dabei erst an einem Apfel, dann an einer Banane. In einer Sequenz gießt sie Milch über zwei Bananen. Schon klar – die Szene lässt wenig Raum für Interpretationen.

Geschmackvoll oder gar schön finden muss man das nicht. Ein Grund für eine mehrjährige Haftstrafe sind die aufreizenden Szenen aber ganz sicher auch nicht. Und die würde Shima drohen, sollte sie wirklich angeklagt werden. Die Staatsanwaltschaft in Kairo verurteilte Shima wegen Verdachts auf „Anstiftung zur Unzucht“, die 21-Jährige wurde nach Beschwerden einiger Ägypter sofort festgenommen.

Ihr Auftritt zeuge von „Verkommenheit“, sagt die Staatsanwaltschaft. Das Statement wiederum zeugt von der Rückständigkeit des ägyptischen Rechts.

Quelle: Spiegel Online