Davor hatte die Partei immer gewarnt, jetzt trifft es sie selbst.

Er war engagierter Christ und Mitglied im brandenburgischen AfD-Vorstand. Jetzt ist er zum Islam konvertiert und hat sein Amt in der Partei niedergelegt.

Der 48-jährige Familienvater Arthur Wagner aus Falkensee hatte noch im Sommer angekündigt, für den Vorsitz im Gemeindekirchenrat in Falkensee zu kandidieren. Der Russlanddeutsche setzte sich für Kirchenasyl ein, unterstützte tschetschenische Flüchtlinge als Russisch-Übersetzer.

In dieser Zeit kam er vermutlich mit dem Islam in Kontakt. Vor zwei Wochen schrieb er AfD-Kreischef Kai Berger eine Mail, kündigte darin an, dass er aus privaten Gründen in der nächsten Zeit parteimäßig etwas kürzertreten werde.

Als der Chef von dem Religionswechsel erfuhr, war er baff.  Gegenüber BILD sagte er: „Er war so engagiert in der Kirche hier, im Gemeindekirchenrat und überall. Das passt doch alles nicht zusammen!

Landespartei-Sprecher Daniel Friese sagte, man habe in der AfD mit dem Religionswechsel kein Problem. In der Partei gebe es Interessengemeinschaften für Muslime, Christen und Homosexuelle.

Wagner selbst wollte sich zu seinem Schritt bisher nicht äußern.

Die AfD hatte mit islamfeindlichen Äußerungen immer wieder für Schlagzeilen gesorgt.

Quelle: Noizz.de