Das war wohl etwas zu auffällig...

An der Stuttgarter Universität Hohenheim werden 103 Studierende auf Betrug geprüft. Wie der Spiegel berichtet, brachen zunächst 37 Studierende aufgrund gesundheitlicher Probleme gleichzeitig eine Prüfung ab. Alle 37 gaben im Nachhinein Atteste mit der gleichen Erklärung von demselben Arzt ab. Die beschriebenen Beschwerden sind Schwindel, Übelkeit, Erbrechen und Sehstörungen.

Im Zuge der Untersuchung stellte sich heraus, dass nicht nur die 37, sondern 103 Studentierende ein Attest von demselben Arzt erhalten hatten. Die Universität lässt nun alle Prüfungsabbrecher Stellung beziehen. Vier der Betroffenen würden im Betrugsfalle sogar exmatrikuliert werden, da es sich um den jeweils letzten Prüfungsversuch handelte.

Auch die Gründe für den kollektiven Prüfungsabbruch müssen nun geklärt werden. Laut Studiendekan der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Jörg Schiller empfänden viele den Mathematikanteil des Studiengangs als zu schwierig. Für die Finanzwirtschafts-Prüfung, die von so vielen abgebrochen wurde, seien gute Mathekenntnisse aber nötig.

Zu Ende des Studiums werden die Hörsäle immer leerer, da viele Studierende an einzelnen Prüfungen scheitern.

Quelle: Noizz.de