Warum die Wahl spannender ist, als ihr denkt!

Liberia – das ist dieses Land in Westafrika, das vor wenigen Jahren mit Ebola Schlagzeilen machte. Heute finden dort Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Man könnte leicht meinen, das müsse uns nicht interessieren. Dabei gibt es drei Gründe, warum es sich lohnt, sich heute doch mal mit dem unscheinbaren Land auseinanderzusetzen.

Liberia ist etwa so groß wie Österreich

[Foto: TUBS unter CC BY-SA 3.0]

Der frühere Weltfußballer und Europas Fußballer des Jahres George Weah gehört zu den aussichtsreichen Kandidaten, die zur Wahl stehen. Seine größten Erfolge feierte er beim AS Monaco, Paris Saint-Germain und AC Mailand. Er gilt als Afrikas „Fußballer des Jahrhunderts“. Ob ihm sein Mailand-Sturm-Partner Oliver Bierhoff wohl die Daumen drückt? Der stärkste Gegner Weahs ist Joseph Boakai, der derzeitige Vizepräsident.

George Weah kandidiert zum zweiten Mal als Präsident

Genau genommen ist es sogar Afrikas erste demokratische Präsidentin und Friedensnobelpreisträgerin Ellen Johnson-Sirleaf. Obwohl sie in ihrer Heimat umstritten ist, gilt sie für viele afrikanische Frauen als Vorbild. Sie hat nach Jahren des Bürgerkriegs erfolgreich die Demokratie im Land gefestigt. Nach zwei Amtszeiten steht sie nicht mehr zur Wahl. Das dürfte viele positiv überrascht haben, da andere afrikanische Staatsoberhäupter einfach die Verfassung änderten, um länger im Amt zu bleiben.

Ellen Johnson-Sirleaf war seit 2005 Präsidentin in Liberia

Nach einem UN-Index gehört Liberia zu den 15 ärmsten Ländern der Welt. Der Frieden im Land ist fragil. Der Schock nach der Ebola-Epidemie sitzt noch tief. Die Wirtschaft stagniert, die Rohstoffpreise sind eingebrochen. Wer auch immer die Wahl gewinnt steht vor einer großen Herausforderung.

Quelle: Noizz.de

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