Mit Noppenkleid und Stoffresten.

Wer erinnert sich noch an die legendäre Begräbniszeremonie, die Extinction Rebellion letztes Jahr für die London Fashion Week abhielt? Dumme Frage – wahrscheinlich jeder, der sich für nachhaltige Mode interessiert. Dieses Jahr hat sich die Umweltgruppe etwas Neues einfallen lassen.

Denn trotz Beerdigung scheint die Modebranche quicklebendig zu sein und wichtige Shows, wie die London Fashion Week, stehen bevor. Deshalb veranstaltete die New Yorker Extinction-Rebellion-Gruppe kurzerhand einfach eine eigene, nachhaltige Fashion Show – ein klarer Protest gegen Fast Fashion.

Natürlich war der Ort ihres Protests nicht zufällig gewählt: Er fand direkt vor den New Yorker Spring Studios statt, in denen regelmäßig klassische Fashion-Shows stattfinden. Dort angekommen zogen die Mitglieder von Extinction Rebellion schnell ihre Mäntel aus und enthüllten handgemachte, recycelte Kleidungsstücke, die aus McDonalds-Taschen, Luftpolsterfolie oder neu verwendeten Klamotten hergestellt wurden. Damit wollten sie zeigen, wie nachhaltige Fashion aussehen könnte.

"Wir lassen uns von den Londoner Protesten inspirieren, aber wir vermitteln eine andere Botschaft", sagte Sophie Anderson, Koordinatorin für XR Youth, gegenüber "Vogue". "Mode hat viele Probleme in Bezug auf Nachhaltigkeit, aber die Menschen auf den Fashion Shows sind einige der kreativsten Köpfe auf dem Planeten und wir möchten, dass sie sich unserer Bewegung anschließen."

Die Modebranche mit ins Boot holen, statt ihr Begräbnis zu feiern – hoffentlich ein Ansatz, der mehr Erfolge zeigt. Und wer weiß – vielleicht sehen wir in der nächsten Saison Luftpolsterfolie auf den Laufstegen.

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Quelle: Noizz.de