Von gut bis schlecht ist alles dabei.

Zum Ende der Woche hauen gleich drei (eigentlich) freshe Interpreten einen aktuellen Song raus. Ob die Band mit K, der Weed-Verfechter Marteria oder Hip-Hop-Sternchen Haiyti: Bei allen wird man hellhörig. Unsere Meinung zu einem Pyro-Inferno, einem Feuerwerk und einem Rohrkrepierer.

Kraftklub – Dein Lied

Obwohl Kraftklub in ihrem neuen Video gleich ihr ganzes Markenzeichen abfackeln und den Pathos umarmen, ist „Dein Lied” eine herbe Enttäuschung. „Wir sind nicht mehr 13”, konstatiert Leadsänger Felix der Ex-Freundin gegenüber, nur um sie im Refrain wie ein eingeschnappter Pubertierender mit „du verdammte Hure” anzupöbeln.

Im Hintergrund wird das Piano immer dramatischer, bevor die Streicher über den Hörer hereinbrechen. Das ist bestimmt alles lustig und ironisch gebrochen und gerade deshalb so clever gemeint, fühlt sich für uns aber nicht so an. Aber wir sind ja auch nicht mehr 13.

Marteria feat. Teutilla – Aliens

Erst kürzlich wurde bekannt, dass ein neues Album unseres Lieblings-Rostockers ansteht und schon droppt die erste Single der „Roswell” betitelten Platte. „Aliens” heißt das gute Stück thematisch passend und ist komplett gelungen: von Marterias Parts über das angenehm unaufdringliche Feature von Beatesteaks-Arnim alias Teutilla bis zum zuckenden Synthie-Brett. Einzig das ganz große Spektakel bleibt aus. Als erstes Häppchen hat Marten uns überzeugt, aber da geht noch mehr.

Haiyti feat. Burak – Moscow Mule

Wenn Hip-Hop-Deutschland sich auf eine Rapperin einigen kann, dann ist es die Hamburgerin Haiyti. Ihr konstant hoher Output pendelt zwischen Gangsta-Geschichten zu Turn-Up-Hymnen und spielend wieder zurück.

Mit Burak hat sie in ihrem aktuellen Video einen verrückten Berliner dabei, den Insider von Twitter oder dem Untergrund-Hit „Ahnbar“ mit Hugo Nameless kennen. Mit seinen assoziativen Reimketten könnte er ein legitimer Neuzeit-Taktloss werden und zusammen mit Everybody’s Darling Haiyti wird „Moscow Mule” zum Hit.

Quelle: Noizz.de