Das Masturbation für Frauen kein Tabu sein muss, beweisen diese Musikerinnen.

Masturbation, Onanieren, es sich selbst machen – egal wie man es nennt, für Frauen scheint Selbstbefriedigung ein rotes Tuch zu sein.

Männer reden in der Regel hingegen ganz locker darüber, wie man sich einen von der Palme wedelt oder wichst.

Zum Glück gibt es die Popmusik: Das Genre, das uns alles erlaubt – zumindest für die Länge eines drei-Minuten-Songs.

Schon in den 80er Jahren fing Cindy Lauper in „She Bop“ an, über weibliche Masturbation zu singen: „Want to go south and get me some more (...) They say I better stop or I'll go blind “. Mehr als offensichtlich, was sie damit meint.

Aber auch die Königin der Indie-Alternative-Szene, PJ Harvey, besang in „Rid of me“ das Recht auf eigene Lusterfüllung.

Damals ging es vor allem darum, sich als Frau zu behaupten, zu zeigen man kommt auch ohne Mann zurecht – auch wenn es um sexuelle Befriedigung geht.

Und heute? Die Fülle an Songs, die das Thema weibliche Masturbation behandeln, hat nicht abgenommen. Aber anders als früher, sind sie kein Emanzipationsschrei mehr. Im Gegenteil: Sie versuchen das Ganze als selbstverständlich und normal, als natürlichen Teil der weiblichen Physis zu sehen. Losgelöst von allen Gender-Fragen.

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„Oh what an ordinary day/ Take out the garbage, masturbate“. Gleich in der ersten Zeile bringt es die US-Sängerin auf den Punkt: Es ist fucking normal für eine Frau, es sich selbst zu besorgen und damit zu entspannen.

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Ja, die ganze Musikwelt hat inzwischen verstanden, dass Miley nicht mehr die kleine, zahme Popprinzessin ist, sondern sich wirklich feministisch einsetzt und etwas im Popzirkus verändern will.

„Adore You“ erschien schon 2013, da wusste die Welt das noch nicht so genau. Im Song selbst geht es nur indirekt ums Masturbieren an sich, aber das Video zeigt ziemlich unaufgeregt, dass es doch um genau das geht.

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Eine Ode an den Vibrator hat Macy Grey geschaffen. Sie heißt B.o.B. Das „B“ steht für „battery“, „O“ für „operated“ und das zweite „B“ für „better“ – das sagt ja schon alles.

Der Song kommt so cheezy daher, dass man das Ganze einfach nicht skandalös finden kann. Noch dazu ist das Musikvideo wohl einer der grandiosesten YouTube-Clips.

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Ein bisschen edgy und mit viel Trennungswut singt die Schwedin hier über das Thema: „I don't need you/ My touch is better/ I'm rollin' much harder“. Die Zeilen kommen so selbstbewusst und direkt daher, dass man das Gefühlt hat, man liege da mit Charlie unter einer Decke.

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Ultra-sexy und zugleich minimalistisch singt FKA Twigs in „Kicks“ über das Masturbieren – und zeigt, dass es hierbei nicht nur um die eigene Lust geht: „Tell me what do I do when you're not here? I get my kicks like you“. Einsamkeit überbrücken und „es“ einfach tun.

  • Quelle:
  • Noizz.de