17 Jahre nach der Veröffentlichung dieses schrecklichen Werks der Popgeschichte.

Es weihnachtet langsam, und ja, ab und an hört man auch schon die gute Mariah Carey „All I Want For Christmas Is You“ durch die Straßen frohlocken. Abgesehen von ihren Verdiensten für unseren alljährlichen Weihnachtssoundtrack gilt die Popsängerin mit einem Stimmumfang von fünf Oktaven auch als Ikone der Schwulenszene, ist aber auch bekannt für ihr divahaften Verhaltensmuster.

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Na ja, und dann wäre da noch ihre „Glitter“-Episode. Im Jahr 2001 lief Mariah Careys kongenial schlechter Musik-Liebesfilm „Glitter“ in den Kinos an. Der Film war für insgesamt sechs (!) Goldene Himbeeren nominiert – aber damit nicht genug. Mariah nahm auch ein ganzes Album als Soundtrack für diesen Film, in dem sie natürlich die Hauptrolle übernahm. Das Album „Glitter“ erschien an eben jenem geschichtsträchtigen 11. September 2001. Bad Timing. Wirklich.

Das führte wohl unter anderem dazu, dass das Album sich nicht ganz so gut verkaufte – und als Flop in Mariahs Karriere zu verbuchen ist. Aber auch musikalisch konnte es nicht überzeugen: Seltsam frivol mischte Carey ihre Poptunes mit Hip-Hop und R’n’B-Elementen, wurde gefeatured von Ludacris, Busta Rhymes, Fabolous und Ja Rule. Eine kleine Hörprobe gibt es mit der ersten Single aus ihrem damals achten Studioalbum mit dem Namen „Loverboy“:

Jetzt, 17 Jahre später passiert allerdings das Unfassbare: Dieses schreckliche Stück der Musikgeschichte ist nun erneut in den US-Charts eingestiegen.

Wieso, weshalb, warum?

Tja, unterschätze nie die Fan-Community von Mariah Carey. Die rief nämlich im Internet unter dem Hashtag #justiceforglitter dazu auf, das Album doch wieder in die Charts zu bringen: durch Downloads, Plattenkäufe etc. Und der Plan ging auf. Zuerst chartete „Glitter“ wieder in den iTunes Charts, dort sogar auf Nummer eins, später dann in den offiziellen Billboard-Charts auf Nummer 43, im Hip-Hop/R’n’B-Katalog stieg es sogar wieder auf der eins ein.

Und was sagt Mariah selbst dazu?

Die freut sich natürlich wie Bolle. Am Montag war sie zu Gast in der US-Talk-Sendung „Watch What Happens On Monday“ und sicherte sogar zu, bei ihrer kommenden Welttournee wieder Songs von „Glitter“ mit in ihr Liveprogramm aufzunehmen – als Medley.

Careys Fans waren vermutlich inspiriert von ihrem Interview bei US-Latenight-Talker Jimmy Fallon. Dort erzählte sie nämlich, dass „Glitter“ beinahe ihr Leben zerstört hätte, weil alle es so schlecht gefunden hätten.

Erst vergangenen Freitag veröffentlichte sie ihr neues Album „Caution“. Es ist ihr 15. Studioalbum – und das scheinen nicht nur die Fans, sondern auch ihre Kritiker zu feiern.

Quelle: Noizz.de