Feinste „Behind-the-Scenes“-Einblicke vom Kaiser!

Eigentlich wollte Ufo361 seine Rap-Karriere beenden. Doch so wirklich loslassen konnte der Rapper nie: Erst wollte er sich in Kaiser umbenennen, dann kündigte er gleich zwei Mal an, wieder Musik zu machen. Beim ersten Mal war seine Bedingung, dass ihn Paris Hilton featuren müsste. Beim zweiten Mal versprach er, wieder zu rappen, sobald seine Fanseite eine Million Follower hat. So oder so: Ufo wird weiter Musik machen. Schließlich ist er schon Teil des Line-ups auf dem Open-Air Frauenfeld.

Doch nicht nur, dass Ufo wohl seine Rap-Karriere fortsetzen wird: Jetzt meldet er sich auch auf Instagram zurück. Lange Zeit war sein Profil lahmgelegt. Erst löscht er alle Fotos in seinem Feed, dann meldete er sich seiner Story auch nicht mehr zu Wort. Doch jetzt haut der Rapper gleich ein paar exklusive Behind-The-Scenes-Infos zu vier seiner Songs raus!

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„Sprite“, „Verändert“, „Beverly Hills“ und „Dream“. So beschreibt Ufo sehr ausführlich, wie es zu der Zusammenarbeit mit Musikproduzent AT Beatz und Rapper Rich the Kid gekommen ist – und warum er in „Dream“ die ganze Zeit hustet.

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Für „Sprite“ US-Rapper Rich the Kid spontan überzeugt

„Sprite" ist der erste Songs seines neusten Albums „VVS" – mit der schönen Bonnie Strange auf dem Cover. Es ist außerdem einer von zwei Songs, in dem Ufo mit dem US-Rapper Rich the Kid zusammenarbeitet. Dieser erlangte durch den gemeinsamen Song mit „New Freezer" mit Kendrick Lamar größere Bekanntheit. Kleiner Joke am Rande: Auch Rich the Kid löschte nach Ufo361 alle Fotos seines Instagram-Profils.

Ufo361: „War megacrazy. Mein Management hatte es eingetütet, dass ich den Remix zu „Plug Walk“ von @richthekid mache. Da was ich im Antra Studio bon @raf_camora und wartete auf den Besuch von @richthekid. Er sollte jeden Moment ankommen. Ich habe einfach weiter Session gemacht mit @atbeatz und dachte, ich probier mal was Neues, vielleicht krieg ich ja @richthekid auf den Song.

Hab die Hook von „Sprite“ aufgenommen und mit dem Part angefangen – und plötzlich war Rich The Kid dann da. Haben kurz geredet und im Hintergrund lief die Hook von „Sprite“ und er meinte „Is that your Song?“ oder irgendwie so und ich meinte: „Ja, arbeite gerade an dem.“ Er meinte dann so „What do you mean with Sprite? Because of Lean?“ oder irgendwas in die Richtung. Ich weiß nicht mehr, wie genau er es gesagt hat. Hahahah, aber ich so „Ja klar Lean, Bro, was sonst.“

Auf einmal hat er sich an den Computer gesetzt, alles eingestellt und angefangen auf „Sprite“ einen Part aufzunehmen. [...] Naja, und dann war sein Part ready, wir haben nochmal in den „Plug Walk“-Remix reingehört und dann ist er auch schon wieder verschwunden. Ich saß da und war einfach megahappy, einen Part von ihm auf meinem Album und dann noch seine aktuelle Single geremixet zu haben. Das war überheftig ohne einen Cent auszugeben, ohne eklige Politik oder irgendwas. Einfach zwei Songs mit Rich the Kid.“

Ufo erzählt in seiner Instagram-Story über die Entstehung seiner Songs Foto: Ufo361 / Instagram

„Verändert“ schrieb Ufo wohl mit Joint in der einen und Skittles in der anderen Hand

„Eure Zeit ist längst vorbei, so wie Ed Hardy, ja“, rappt Ufo361 in seinem wunderbar inszenierten Musikvideo. Dabei zu sehen ist das erste Mal auch der pinke Bentley, den Ufo seiner Freundin zum Geburtstag geschenkt haben soll. 

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Ufo361: „Bei „Verändert“ habe zu der Zeit in Wien gechillt. Das erste Mal in Wien. Also so richtig mit maximaler Gönnung. Habe in einem sehr nicen kaiserlichen Hotel abgehangen. Das Hotel Imperial. Hab gesehen, da waren megakrass viele Stars schon gewesen. Unter anderem Michael Jackson … habe mir Kaiserschmarrn, Wiener Schnitzel und den krassesten Kuchen ever auf Zimmer bestellt.

Habe mir böses Weed besorgt. Cookies und Skittles … die waren damals neu für mich, also ich kannte diese Sorte nur aus L.A., aber hatte ein paar Junge, die mir das in Wien klären konnten.

Habe @atbeatz angerufen und gefragt, ob er mir ein paar Beats schicken kann und dann einen Insta-Post gemacht, dass ich ein Studio in Wien suche, weil ich hart den Drang hatte, Musik zu machen auf diese nice Stimmung.

Bin zu ein paar Jungs in so ein kleines Studio gegangen und hab ein paar Sachen auf die Beatzs von @atbeatz probiert. Bis ich dann den Beat von „Verändert“ gehört habe. War direkt megageflashet, weil der Beat sehr hart ballert. Habe einfach wieder Freestyle das Dinge ohne Spaß in circa 20 bis 30 Minuten aufgenommen und hatte die ganze Zeit übelst den Ohrwurm danach. Da die Aufnahmequalität von dem Song nicht so nice war wegen dem kleinen Studio in Wien habe ich in Berlin den Song neu aufgenommen. @atbeatz die Voclas geschickt und den Beat fertiggemacht.“

Ufo erzählt in seiner Instagram-Story über die Entstehung seiner Songs Foto: Ufo361 / Instagram

„Beverly Hills“ enstand über die Lautsprecher des Tourbusses

Mit „Beverly Hills“ erreichte Ufo im April vergangenen Jahres sogar Platz vier in den Deutschen Single Charts. Der Rapper möchte in seinem Song den Weg zu seinem Erfolg – Beverly Hills – beschreiben. Er ist Teil seines ersten Albums „808“, das er 2018 veröffentlicht hat. 

Ufo361: „Wir saßen im Tourbus auf der Berliner Tour und waren auf dem Weg zur nächsten Stadt. Dann hat @atbeatz angefangen Beats zu basteln auf den Lautsprechern vom Tourbus. Also alle haben mitgehört. Auf einmal hat er angefangen die Melodie von „Beverly Hills“ einzuspielen und ich gleich so „Krassböse Melo, Bro. Lass den machen“ dies das. Und irgendwie hat mich die Melodie an Beverly Hills erinnert und ich dachte, ich mache einen Song über den Film so, wobei ich dann dachte: „Scheiß auf Cops“ hahahah

Und ich fand, Beverly Hills klang so nice, so muss der Song safe heißen. Habe überlegt die Hook so lang zu machen, dass einfach ein langer Satz kommt, bevor ich Beverly Hills sage. Also die Betonung darauf lege. Wir haben dann die Melodie und Hook-Idee an @jimmytorrio geschickt und er hat dann versucht meinen Weg zu beschreiben, meinen Weg Richtung Beverly Hills, also Richtung Erfolg. Habe bisschen was geschrieben und versuch soundmäßig was auszuprobieren. Habe die Party ready gemacht und dann haben @atbeatz und @jimmytorrio den Song fertig produziert.“

Ufo erzählt in seiner Instagram-Story über die Entstehung seiner Songs Foto: Ufo361 / Instagram

„Dream“ – heiser wegen Lean = nicer Sound

Dass Ufo361 und Trettmann eine Traumkombi sind, beweisen sie nicht nur in ihrem jüngsten Hit „Standard“ mit Gringo und Gzuz, sondern schon bereits vorher: „Dream“ ist einer der melancholischsten Tracks von Ufos Album „808“. Wer sich fragt, warum der Rapper ständig in dem Track hustet: das war ursprünglich nicht so beabsichtig – hat dann aber doch hervorragend gepasst. 

Ufo361: „Es war sehr spät in der Nacht, so circa vier Uhr, und wir haben den ganzen Tag vorher mies lange Sessions im Studio gemacht mit @atbeatz und @sonus030. Weiß nicht, wer noch dabei war. Auf jeden Fall war dann eigentlich schon so Aufbruchsstimmung und wir wollten langsam nach Hause. Die Jungs haben in der Küche gechillt und waren hart am puffen und ich saß todes-stoned im Studio drin und ich hab den Beat ohne vorher anzuhören direkt in Logic reingezogen und einfach angefangen aufzunehmen, ohne lange nachzudenken.

Ich nehme mich immer selber auf, also zu 90 Prozent habe ich bei „808“ und „VVS“ selbst recordet. Zu der Zeit war ich hart heiser. Entweder war ich erkältet, oder hatte Gigs gespielt. Weiß nicht mehr, warum ich heiser war. Vielleicht lag es auch am Lean.

Irgendwie kam das aber nice im Sound diese raue Stimme und so husten und so weiter. Hat mir irgendwie sehr gefallen. Durch den Beat und meiner Stimme kam ich dann irgendwie schnell in so eine melancholische Stimmung, was ja auch vom Stil her sehr zum restlichen „808“-Album gepasst hat. Habe keine Ahnung, circa eine Stunde Freestyle genommen und dann den Jungs vorgespielt und irgendwie war dann so Gänsehaut-Stimmung auch wegen paar bestimmten Lines dann.

Na ja, wie auch immer habe ich den dann erstmal so liegen lassen und wir haben Feierabend gemacht. Paar Tage später war ich im Studio und dachte, irgendwie würde @realtrettmann gut drauf passen. Habe ihn gefragt, er war gleich down und wir haben uns dann so circa zwei Wochen später bei @kitschkrieg getroffen und die haben mir seinen Part vorgespielt, den ich auch direkt zu 100 Prozent gefühlt habe. Den Beat hat zum größten Teil @atbeatz produziert, aber noch mit paar Kleinigkeiten von @dykrazy. Also keine komplizierte Produktion somit stand das Ding dann auch.“

Ufo erzählt in seiner Instagram-Story über die Entstehung seiner Songs Foto: Ufo361 / Instagram

Quelle: Noizz.de