Von Selfies aus Malaysia und neuen Alben.

Was als unglaubwürdige Schlagzeile seit mittlerweile über 20 Jahren regelmäßig die Runde macht, sorgt seit dem gestrigen Mittwoch für echten Trubel. „Tupac lebt!”, verkündet niemand Geringeres, als Suge Knight’s Sohn.

Suge Knight’s Label Death Row Records dominierte in den frühen 90ern die US-amerikanischen Rap-Charts. Mit Künstlern wie Dr. Dre, Snoop Dogg oder Tupac in petto, verkaufte das Label Abermillionen Tonträger. Suge Knight, der sich als mafiöser Brutalo an die Spitze der Nahrungskette schwang, saß auch neben Tupac im Auto, als dieser 1996 erschossen wurde.

An dieser Stelle findest du Inhalte von Drittanbietern
Um mit Inhalten von Drittanbietern zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Nach Tupacs Tod ging es allerdings bergab mit Death Row. 2005 meldete das Label Insolvenz an. Suge Knight selbst hat sich vor kaum zwei Wochen bis auf Weiteres verabschiedet: Seit dem 20. September 2018 tritt er eine 28-jährige Haftstrafe wegen Mordes sowie versuchten Mordes und versuchter Flucht an.

Tupac Shakur gilt als einer der einflussreichsten Rapper aller Zeiten und hat für viele Fans Legenden-Status. Wie niemand vor ihm im Rap, brachte er mit seiner Musik politische Themen und sozialen Aktivismus auf die große Bühne. Damit gab er vielen Menschen eine Stimme, die unter den politischen und kulturellen Ordnungen seiner Zeit litten. Er gilt als Symbol des Widerstands, noch bevor #BlackLivesMatter ein Begriff war. Seine tragische Ermordung im September 1996 macht die Erinnerung an Tupac Shakur noch heldenhafter.

An dieser Stelle findest du Inhalte aus Instagram
Um mit Inhalten aus Instagram und anderen sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

„2Pac lebt in Malaysia!“

Mit dieser Meldung verschafft sich Suge J. also gerade die Poleposition im Spotlight der Medien. Als Sohn des Ex-Death-Row-CEOs steht er in nächster Nähe zu Pacs altem Umfeld und wirkt damit erst einmal superglaubwürdig.

Wenn man sich dann aber auf seiner Instagram-Seite umsieht, merkt man schnell, mit was für einer Sorte Mensch man es hier zu tun hat: Der Typ ist ein Verschwörungstheoretiker in Reinform. Alles voll von Illuminati-Gelaber, menschlichen Klonen und geheimen Jagden auf Superstars der Showbranche. Wow.

„The Illuminati are all about power. This is why you see powerful names getting locked up.“

Dazwischen angebliche Selfies von Tupac, die dieser aus Malaysia ins Netz gestellt haben soll. Zu sehen: Tupac Shakur in blauer Regenjacke beim Spaziergang im Freien. Passend zum kaum gealterten Gesicht, trägt er auch sein Markenzeichen – ein an der Stirn geknotetes Bandana – als wär es gestern.

An dieser Stelle findest du Inhalte aus Instagram
Um mit Inhalten aus Instagram und anderen sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.
An dieser Stelle findest du Inhalte aus Instagram
Um mit Inhalten aus Instagram und anderen sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

In Suge J.s Instastory dann der totale Wahnsinn. Im Selfie-Modus filmt er sich, wie er von (nicht sichtbaren) Verfolgern gehetzt wird. Das ist fast bühnenreif für den nächsten Found-Footage-Horrormovie. Dazu serviert er selbst die passenden Untertitel. „Sie werden mich jagen“ oder auch „Ich bin jetzt sicher und weiß, dass es Selbstverteidigung war. #killuminati“.

An dieser Stelle findest du Inhalte von Drittanbietern
Um mit Inhalten von Drittanbietern zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Bei aller Aufregung, die der Name Suge Knight im Zusammenhang mit Neuigkeiten um Tupacs Tod verständlicherweise erzeugt: Wer einem so offensichtlich verhaltensgestörten Typen Gehör schenkt und seine absolut unhaltbaren „Beweise“ für bare Münze nimmt, bei dem anstelle des menschlichen Verstands leider die Sensationssucht getreten. Möge Tupac in Frieden ruhen.

Keine Ente: Es ist tatsächlich mit zwei bis drei neuen Alben von Tupac zu rechnen.

An dieser Stelle findest du Inhalte von Drittanbietern
Um mit Inhalten von Drittanbietern zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Fünf Jahre dauerte der Rechtsstreit zwischen Pacs Mutter und Death Row Records. Dabei ging es um Rechte an Musik, die Tupac vor seinem Tod geschrieben, aber nie veröffentlicht hat. Pacs Mama, genauer gesagt ihr Anwalt – sie selbst verstarb im vorletzten Jahr – hat die Klage nun für sich entscheiden können.

Damit steht der Veröffentlichung der Musik nichts mehr im Wege. Mindestens zwei Alben sollen es werden. Und das ist nicht nur für die Fans von damals nice: Wie klingt wohl ein 2018 produzierter 2Pac?

An dieser Stelle findest du Inhalte von Drittanbietern
Um mit Inhalten von Drittanbietern zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.
  • Quelle:
  • Noizz.de