Die Betrugs-Geschichte wird nun von allen Seiten betrachtet.

Wer braucht schon das Melt oder das Coachella?! Das Festival, das wirklich alle interessiert, ist das grandios in die Hose gegangene Fyre-Festival. Seit 2017, als die Veranstaltung bekanntlich stattfand – oder zumindest stattfinden sollte – werden das Festival und seine Macher thematisiert.

Netflix zeigt seine Dokumentation „Fyre“ ab dem 18. Januar. Nun kündigte der Streaming-Dienst HULU an, ebenfalls eine Doku über das Festival zu veröffentlichen, diese soll „Fyre Fraud“ heißen. Den Trailer gibt es bereits zu sehen:

Anders als die Netflix-Serie wird das ganze Desaster aus einer eher komödiantischen Perspektive betrachtet. Außerdem kommt der Festival-Betreiber selbst zu Wort: Billy McFarland wird zu seinen Vergehen befragt und bekommt Fragen vorgesetzt wie „Menschen behaupten, du seist ein Soziopath. Was antwortest du darauf?“

McFarland antwortet auf diese Frage in dem kurzen Trailer mit einem Blick voller Ahnungslosigkeit. Ähnlich haben sich er und sein Partner, kein Geringerer als US-Rapper JaRule damals geäußert: So richtig schuld wollte keiner an dem ganzen Ärger sein, und offenbar wusste auch niemand so richtig, was, wann, wie schief gelaufen ist.

Mittlerweile wurde McFarland allerdings zur Verantwortung gezogen – und aufgrund seines groß angelegten Betrugs zu sechs Jahren Haft verurteilt. Nach dem Festival und im Prozess kam auch heraus: McFarland hatte absichtlich und mutwillig betrogen. Das Motiv: Größenwahn.

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Genau das scheint auch der Grund zu sein, warum immer noch alle das Thema so spannend finden: Der Größenwahn der Macher, aber auch der Besuchenden. Denn auf das vermeintliche Luxus-Festival konnten nur diejenigen, die sich eine der 1.000 bis 12.000 Dollar teuren Karten leisten konnte.

Die Veranstaltung galt aber auch durch die Werbung von Models wie Kendall Jenner oder Emily Ratajkowski als exklusiv und besonders. Die Erwartungen, zwei Wochenenden lang auf den Bahamas abzuhängen, in Luxus-Bungalows zu wohnen und edles Catering serviert zu bekommen, entpuppte sich letztendlich als Sandloch ohne Wasser, Toiletten, durchweichten Matratzen und schlechtem Essen.

Und eines wurde durch das Fyre-Festival unmissverständlich sichtbar: Die Macht des Hypes und guter Social-Media-Werbung – aber auch die gutgläubige Oberflächlichkeit der Gesellschaft. Auch das wird in beiden Dokus thematisiert: Es gibt immer denjenigen. der blendet, aber nun mal auch diejenigen, die sich gerne blenden lassen.

>> Der Trailer zur Netflix-Doku über das Fyre-Festival ist endlich da!

Quelle: Noizz.de