Cardi Bs und Megan Thee Stallions Single "WAP" kommt einfach nicht aus den Schlagzeilen. Wegen des Einsatzes von Wildtieren im Musikvideo, findet jetzt auch Carole Baskin aus der Netflix-Serie "Tiger King" deutliche Worte und wirft Cardi vor, mit "Katzenzuhältern" zusammengearbeitet zu haben.

"WAP", der neue Track von Cardi B und Megan Thee Stallion, inklusive Musikvideo wird gerade heiß diskutiert. Den einen passt nicht, dass Kylie Jenner im Video auftaucht, den anderen sind die Lyrics zu heftig und die Auftritte von Cardi B und Co. zu freizügig. Blablabla. Jetzt hat sich eine weitere Person in die Diskussion eingeschaltet: Niemand Geringeres als – Folgendes bitte mit "Tiger Kings" aka Joe Exotics Stimme lesen – Carole fucking Baskin. Yep, die Tigertante aus der abgedrehten Netflix-Raubkatzen-Serie sah wohl ihren Moment gekommen, um sich gerade noch so aus der Vergessenheit zu retten ... könnte man meinen. Tatsächlich ist die Intervention von Carole aber gar nicht so doof.

Carole Baskin

>> Ich habe 3 Jahre für Joe Exotic gearbeitet – und Netflix hat nicht einmal 50 Prozent seiner Verrücktheit gezeigt

Worum geht's? Wildkatzen, klar

Im Match mit den Animal-Print-Outfits von Cardi und Megan sind im Musikvideo zu "WAP" Löwen und Tiger zu sehen. Keinen Match gibt es dafür aber mit Tierrechtsgruppen. Die kritisieren nämlich schon seit Langem die Verwendung von Wildtieren als Requisiten in der Unterhaltungsindustrie, da sie dort oft misshandelt werden. Wer bei "WAP" genau hinschaut, wird aber schnell erkennen, dass dort ziemlich safe gar nicht mit echten Wildkatzen gedreht wurde, sondern die Tiere stattdessen mit Green Screen und CGI (Computer Generated Imagery, also 3-D-Computergrafik) später eingefügt wurden.

Ein Problem aber bleibt: Die Wildkatzen waren vielleicht nicht am Set von Cardi, aber irgendwo mussten die Tiere ja aufgenommen werden – außer, es handelt sich bei allen Aufnahmen um täuschend echt aussehende Animationen. Solange wir das nicht wissen, ist die Quälerei damit also nicht vom Tisch.

An dieser Stelle findest du Inhalte aus YouTube
Um mit Inhalten aus YouTube und anderen sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Carole: "Wahrscheinlich einer der großen Katzenzuhälter"

Im Gespräch mit "Billboard" sagte Carole zu dem Video folgendes: "Ich war froh zu sehen, dass alle [Katzen], wie es aussieht, mit Photoshop bearbeitet wurden. Es sah nicht so aus, als wären die Katzen wirklich in den Räumen mit den Sängerinnen." Dann fährt sie fort: "Nichtsdestotrotz muss eine Wildkatze vor einem Greenscreen posieren, um dieses Bild zu bekommen, und das passiert nicht in der freien Natur. Das kann in Rettungsstationen wie der unsrigen nicht passieren, wo Katzen viel Platz haben, um einem Greenscreen auszuweichen – oder sie würden ihn zerfetzen und könnten daran sterben. Das sagt mir, dass sie es wahrscheinlich mit einem der großen Katzenzuhälter zu tun hatten, der seinen Lebensunterhalt damit verdient, Katzen zu schlagen, zu schocken und hungern zu lassen, damit sie auf Kommando vor einem Green Screen in einem Studio stehen. Das ist nie gut für die Katze".

An dieser Stelle findest du Inhalte aus Twitter
Um mit Inhalten aus Twitter und anderen sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

"Das Schlimmste daran ist, dass es die Vorstellung verherrlicht, dass reiche Leute Tiger als Haustiere haben. Das führt dazu, dass jede*r unwissende Anhänger*in das nachahmen will", so die Besitzerin von Big Cat Rescue weiter.

Und Cardi? Die schweigt zu dem Thema bisher.

>> Warum "WAP" von Cardi B und Megan Thee Stallion die Sommer-Hymne aller Feminist*innen sein sollte

Quelle: Noizz.de