Zeit für Gleichberechtigung! Sänger Matty gelobt auf Twitter nun, dass er bei der Auswahl der Festivals, auf denen er mit seiner Band The 1975 spielt, ab jetzt auf das Line-Up achtet. Dass er seine Agenten mit dieser News nervös macht, ist ihm egal.

The 1975 haben sich in den letzten Jahren nicht nur für ihre perfekte Mischung aus Feelgood-Pop und Emo-Rock einen Namen gemacht, sondern auch durch ihr soziales Engagement. Erst im letzten Jahr hat die Band einen Song gemeinsam mit Klimaaktivistin Greta Thunberg aufgenommen und die eigenen Merchproduktion aus Nachhaltigkeitsgründen eingestellt. Vor wenigen Tagen trat Sänger Matty Healy außerdem bei einem Benefizkonzert auf, das Geld für die Opfer der Brände in Australien sammelte.

Jetzt setzt sich Matty erneut für eine gute Sache ein: Auf Twitter wurde er darauf aufmerksam gemacht, wie wichtig es ist, dass es eine Veränderung von Festival-Line-Ups gibt und dass sich Branchengrößen wie er dafür einsetzten sollten, dass mehr Frauen (und nonbinäre Künstler*innen) gebucht werden. Prompt gelobte der feministische Brite auf dem sozialen Netzwerk, in der Zukunft nur noch auf Festivals aufzutreten, die einen Frauenanteil von 50 Prozent oder mehr haben.

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"Versteht [diesen Tweet] als Unterzeichnung dieses Vertrags – ich habe bereits einigen Festivals zugestimmt, die sich möglicherweise nicht daran halten, und ich würde niemals Fans im Stich lassen, die bereits Tickets haben. Aber von jetzt an werde ich mich daran halten und ich glaube, dass männliche Künstler auf diese Weise wahre Verbündete sein können", erklärte er bei Twitter.

"Ich bin mir sicher meine Agenten bekommen gerade Zustände, aber man, die Zeit ist abgelaufen. Es ist Zeit zu handeln und nicht zu reden", so Matty weiter. Angestoßen wurde sein Gelöbnis von der Musikjournalistin Laura Snapes, die sich bei Twitter an den Frontman von The 1975 wendete.

Wir finden das Ganze absolut großartig! Wieso es nicht sein kann, dass Festival-Booker noch immer fast nur weiße, männliche Künstler buchen, kannst du hier nachlesen:

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Quelle: Noizz.de