Aufmerksamkeit um jeden Preis?

Das Schlauchboot erinnert an die zig Flüchtlinge, die jeden Tag ihr Leben riskieren, um über das Mittelmeer nach Europa zu kommen. "Ausländer" heißt entsprechend das Musikvideo, das Rammstein am Dienstag angeteasert hat – am Abend um 19 Uhr soll es erscheinen.

Man sieht in den bisherigen 15 Sekunden auch noch nicht viel mehr – aber offenbar greift die Band ein Thema auf, dass in Deutschland so heiß diskutiert wird wie kaum ein anderes.

Zuletzt hatte die Band, die ja immer wieder in die rechte Ecke gestellt wird, mit seinem Video "Deutschland" die Geister gespalten: Darin werden dunkle Momente der deutschen Geschichte nachgespielt – die Rammstein-Musiker als Protagonisten, nicht nur als Täter, sondern auch als Opfer, zum Beispiel an Galgen in einem KZ. Die Musik kam gewohnt heroisch daher; das irritierte in Kombination mit den Bildern viele Rezipienten, auch wenn die Band sich textlich absicherte. Viele sprachen trotzdem vom "Spiel mit dem Feuer".

In einem Interview im aktuellen "Rolling Stone"-Magazin bezieht Rammstein dazu Stellung. "Es geht uns nicht darum, Leute zu schockieren", sagt Keyboarder Christian "Flake" Lorenz. "Wir wollen provozieren, Leute in Bewegung bringen. Das ist das Gegenteil von Entertainment."

Quelle: Noizz.de