Der kleine Bruder von Kill Bill.

Spritzende Blutfontänen zischen durch die Luft, mittelalterliche Waffen durchtrennen Gliedmaßen, Wurfsterne stecken in Köpfen und ein Nazi nach dem anderen wird zurechtgestutzt. Kein neuer Tarantino-Splatter, sondern das Musikvideo zu "Nach wie vor" des linken Rappers Tarek, bekannt aus Deutschraps Erfolgs-Trio K.I.Z.

"Es ist nicht der Wagen, sondern wer ihn fährt, und ich bin nach wie vor der Boss."

Ein Lied, das unfassbar catchy davon erzählt, unabhängig von seinen Umständen man selbst zu bleiben, sich nicht kleinkriegen zu lassen, und selbst dann noch der Boss zu sein, wenn man von rechtsextremen Faschisten gekidnappt und hingerichtet wird. Das sind Zeilen, die Mut machen und empowern. Eine Message, die wir alle brauchen, egal, ob wir für den Tierschutz, gegen die Klimakrise, gegen rechtspopulistische Politik, oder einfach für uns und unsere Liebsten einstehen.

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Im Video schreiben wir das Jahr 2021 und befinden uns in einem Gemenge aus wütenden Bürgern, filmenden Journalisten und tatkräftigen Polizisten, die Tarek durch diesen tobenden Mob manövrieren. Das Volk würde den Rapper am liebsten auf der Stelle in Stücke reißen, doch es gibt andere Pläne. In Handschellen gelegt wird er zu seinem Schafott geführt, zu seiner Hinrichtung im Auge einer politischen Brigade. Die Ähnlichkeit zu prominenten AfD-Mitgliedern wie Gauland und Alice Weidel lassen sich kaum weg argumentiert. Und genau die werden am Ende explizit abgeschlachtet. Das Gauland-Double bekommt den Kopf abgesebelt und die Fake-Alice-Weidel wird aufgeschlitzt.

Beschrieben wird eine Dystopie, die wir hoffentlich nie erleben müssen: Deutschland wird (wiederholt) von rechtsextremen Populisten regiert, die mit politischen Widersachern kurzen Prozess machen.

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[Disclaimer: Aus Jugendschutzgründen sahen wir uns dazu veranlasst, das Video aus unserem Artikel zu nehmen. Auf YouTube ist es immer noch zu finden.]

Quelle: Noizz.de