Das Rap-Duo SXTN provoziert mit harten Texten – und jetzt auch mit Gewalt.

In dem Video, das Rapperin Nura am Mittwoch bei Twitter gepostet hat, klettert sie im Tigeranzug einen Laternenpfahl hoch und reißt ein AfD-Plakat herunter.

Ihre Begleiterin, Hip-Hop-Produzentin MelBeatz, feuert sie an mit „Zerreiß die Scheiße.“ Dann treten beide auf dem Plakat herum, wie NOIZZ berichtete.

Jetzt äußert sich die AfD dazu. Die Berliner Kandidatin Sibylle Schmidt, die auf dem Plakat zu sehen ist, sagte zu NOIZZ:

„Das berührt mich nicht. Es ist vielleicht ein bisschen rassistisch, denn ich kann ja auch nichts dafür, dass ich blond und blauäugig bin.“

Eigentlich könnte Schmidt Anzeige ersatten. Auf Plakat-Vandalismus steht laut Strafgesetzbuch eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder einer Geldstrafe. Davon wolle die Politikerin aber absehen:

„Ich werde keine Anzeige erstatten. Vielleicht die Partei, aber mir ist das egal. Die Polizei wird von sich aus ermitteln wegen Eingriffs in den Straßenverkehr."

Die Aktion von SXTN ist kein Einzelfall. Allein in Berlin sind bisher mehr als 200 AfD-Plakate zerstört worden oder verschwunden, wie die Partei bei Facebook meldet. In einigen Fällen folgte auch eine Anzeige. Sibylle Schmidt setzt aber auf Dialog:

„Die sollen ihre Haltung mal überdenken. Und wenn sie sich mit mir unterhalten wollen, dann lade ich sie gerne zum Gespräch ein.“

SXTN wollte die Einladung auf NOIZZ-Anfrage nicht kommentieren.

Quelle: Noizz.de