Anstoß für die Untersuchungen sollen Szenen aus der Doku „Surviving R. Kelly“ sein.

Die Staatsanwaltschaft von Fulton County District ermittelt jetzt gegen R. Kelly mit Verdacht auf sexuellem Missbrauch von minderjährigen Mädchen. Bestandteil der Untersuchungen ist unter anderem ein Haus in Johns Creek, Georgia, USA, das er bis vorgestern besessen hat.

Pikant: Kurz nach Erscheinen der Doku hat R. Kelly ebendieses Haus verkauft. Denn alles darin gilt als potenziell belastbar: Eltern von Minderjährigen werfen dem R&B-Sänger vor, er würde dort bislang Mädchen gegen ihren Willen festhalten, manipulieren, erniedrigen und auch als Sex-Sklavinnen halten. Das bestätigen mutmaßliche Opfer, die in der Doku berichten, sie hätten sexuelle Ausbeutung in dem Haus erlebt oder mitansehen müssen.

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Eine der ehemaligen, mutmaßlichen Sex-Sklavinnen soll jetzt von der Polizei zur Aussage vorgeladen worden sein: Joycelyn Savage. Das berichtet The Blast. Ihre Familie würde die Ermittlungen voll unterstützen, während die heute 22-Jährige sagt, sie würde sich freiwillig bei R. Kelly aufhalten, aber weder über ihren aktuellen Aufenthaltsort, noch die Art ihrer Beziehung zu ihm sprechen möchte. Ihre Angehörigen sind sich dagegen sicher, sie sei einer Sekten-typischen Gehirnwäsche unterzogen worden.

Das will die Polizei jetzt prüfen und die junge Frau als Zeugin zu den Vorwürfen befragen.

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Wie The Blast außerdem berichtet, soll R. Kellys Manager die Familie von Joycelyn Savage wegen der Doku bedroht haben. Auch in dieser Sache ermittelt jetzt die Polizei.

Mutmaßliche Missbrauchs-Opfer hatten für die „Lifetime“-Dokumentation „Survivin R. Kelly“ gegen den Sänger ausgesagt. R. Kelly bestreitet die Taten in diesem Song.

Quelle: Noizz.de