Der Musikstreaming-Dienst verzichtet auf die Promotion des Sängers.

Das Unternehmen verkündete, dass die Songs von R. Kelly ab sofort nicht mehr in den Playlisten der Plattform erscheinen werden. Außerdem spielt der Entertainer von nun an keine Rolle mehr in den Algorithmen des Streamingdienstes. Diese sorgen für Empfehlungen in den Playlisten der Hörer. Damit stoppt „Spotify“ aktiv die Promotion des Musikers, seine Songs bleiben aber weiterhin auf der Plattform und können gesucht und angehört werden.

„Spotify“ möchte damit die neue Unternehmens-Politik gegen Hass und Gewalt in die Tat umsetzen. Die Plattform will zum einen keine Inhalte dieser Art mehr fördern und zum anderen auch keine Künstler mit fragwürdigen Verhaltensweisen unterstützen – etwa diejenigen, die nicht vor dem Missbrauch von Frauen zurückschrecken.

Bereits seit der frühen 90er ist bekannt, dass R. Kelly Minderjährige sexuell missbraucht. Wir hatten schon über die "MuteR.Kelly"-Kampagne berichtet: Der amerikanische Verband Schwarzer Frauen „Times Up“ hatte zum Boykott gegen R.Kelly aufgerufen. Sie fordern, dass Streamingdienste, wie „Spotify „und „Apple Music“ ihre Verträge mit dem Sänger aufkündigen. Der Boykott trägt jetzt im Zuge der „Metoo“- Bewegung erste Früchte. „Spotify“ schreitet zur Tat und geht mit gutem Vorbild voran.

Quelle: Noizz.de